Manfred Rech
Archäologie im Land Bremen 1996-1997
Der Berichtszeitraum umfaßt etwa die Zeitspanne zwischen November 1995 und Dezember 1997.
Wie in den Jahren zuvor stand die praktische Geländearbeit im Vordergrund. Sie konnte verstärkt angegangen werden, da im Juni 1995 die Abt. Ur- und Frühgeschichte im Focke-Museum eröffnet worden war und damit etwas „Luft" für die Belange der praktischen Bodendenkmalpfege gewonnen wurde.
Auch die angespannte Personalsituation wurde etwas entschärft, indem im Herbst 1996 für den vorzeitig aus Gesundheitsgründen ausgeschiedenen langjährigen Mitarbeiter C. C. von Fick im Rahmen einer Personalausgleichsmaßnahme H. Kahrs für Dauer an die Dienststelle wechselte. Dankenswerterweise hatte es von Fick übernommen, seinen Nachfolger in die für ihn zunächst fremde Materie der Geländearbeit einzuarbeiten. Im Berichtszeitraum konnten mit R. Gerken und Chr. Groth über eine ABM-Maßnahme zwei neue Mitarbeiter befristet eingeworben
werden. Ihr Einsatzgebiet sollte verstärkt die Altstadt-Archäologie sein, und hier wurden sie für die Dienststelle bald eine große Stütze. Nach wie vor katastrophal ist die Magazin- Situation. Die Auslagerung der meisten archäologischen Funde des Focke-Museums in den leergeräumten Speicher II im Hafen kann, da nicht klimatisiert, nur eine vorübergehende Lösung sein. Noch schlimmer sieht es mit den laufend hereinkommenden Neufunden aus, die inzwischen schon in der Bibliothek gestapelt werden. Eine Entscheidung in der Behörde über den sogenannten Pfadfinderraum, welcher direkt neben den Diensträumen des Landesarchäologen liegt, als Erweiterung des Magazins war Ende 1997 noch nicht getroffen; hier zeichnet sich eine für die Dienststelle günstige Lösung ab.
Das Jahr 1996 wurde bestimmt von verschiedenen Grabungen und baubegleitenden Maßnahmen.
Schon im letzten Heft der „Bremer Archäologischen Blätter" hatte F. Drögemüller einen
1 Baugrube „Astoria" an der Katharinenstraße
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