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Die Friedhöfe und ihr künstlerischer Schmuck.
Von A. FlTGER.
Bremen besitzt fünf Friedhöfe; zwei von ihnen, der Doventhors- und der Herdenthorsfriedhof, sind seit etwa fünfundzwanzig Jahren in Ruhestand versetzt. Ihr künstlerischer Charakter ist wenig interessant; nur ein einziges Kunstwerk im strengeren Sinne des Wortes, eine leider nicht sehr günstig aufgestellte Marmorfigur von Steinhäuser, weist der Friedhof am Doventhor auf; aufserdem mögen noch ein paar Grabsteine im Empirestil bemerkt werden, ernste, würdige Arbeiten, denen jedoch der Edelrost der Zeit mehr als der ursprüngliche künstlerische Gedanke in unseren heutigen Augen zu gute kommt. Der Friedhof am Buntenthor entbehrt gleichfalls des wirklich künstlerischen Schmuckes; wohl hat der sich klärende und verfeinernde Geschmack mit der Zeit sich an den architektonischen Formen von Grabsteinen, Kreuzen, Obelisken und dergl. Monumenten unverkennbar bewährt, und manch tüchtiges Stück unserer heimischen Steinhauerei und der Unverwandten Fächer legt ehrenvolles Zeugnis von unserem Kunstgewerbe ab; allein es würde zu weit vom Ziele abführen, wollten wir bei diesen Leistungen auch nur in summarischer Ubersicht verweilen.
Eine künstlerische Bedeutung dürfen nur die Friedhöfe auf dem Riens- berge und in Walle beanspruchen, die, nach der Schliefsung der beiden erwähnten, im Jahre 1875 eröffnet wurden. Hier hat denn allerdings bald die Kunst Boden gewonnen, und nun sucht sie in redlichem Bemühen wieder einzuholen, was seit fast zwei Jahrhunderten an künstlerischer Weihe des
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