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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Entstehung
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Die Wallanlagen.

Von J. C. W. Heins.

Im Jahre 1802 wurde durch Rat und Bürgerschaft beschlossen:Die Wälle und Brustwehren der alten Befestigungswerke abzutragen und diese, so wie die ganze breite und geräumige Umgebung des Stadtgrabens in freundliche Gartenanlagen und terrassenartige Spaziergänge mit schattigen Ruheplätzen und Lauben umzuwandeln und dieselben in einen dem Auge gefälligen Zusammenhang zu bringen."

Die Ausführung dieses bedeutenden Unternehmens wurde dem Landschaftsgärtner J. H. A. Altmann, geb. den 15. April 1777 in Bremen, übertragen. Derselbe entledigte sich seiner Aufgabe, die wegen des that- sächlich schmalen Terrains nicht leicht war, in genialer Weise. Die Arbeiten wurden im Jahre 1802 begonnen und im Jahre 1809 beendet, sie erforderten den in Berück­sichtigung der voraufgegangenen schweren Kriegszeiten erheblichen Aufwand von 150000 Thalern Gold oder rund 500000 M. Der Flächeninhalt der Wallanlagen mit Contre- scarpe und Wasserpartien beträgt in der Altstadt 36 ha, in der Neustadt 3,25 ha. Die alten Neustadtsanlagen haben nach und nach grofsen Verkehrsanstalten und Kasernen weichen müssen, die jetzigen Anlagen sind im Jahre 1895 entstanden.

Der Wall, angelegt an der Stadtgrenze,

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liegt jetzt im Centrum der Stadt. Er ist, abgesehen von seinen landschaftlichen Reizen,

Fig. 471. Altmanndunkmn]. L). Kropp. 1877.