Fig. 422. Gesamtansicht des Wasserwerks.
Wasserversorgung.
Von E. GÖTZE.
Mus Brunnen auf öffentlichen Plätzen und auf Höfen der Grundstücke / % wurde in Bremen das nötige Wasser entnommen, bis im Jahre 1S73 I m die centrale Wasserversorgung in Betrieb gesetzt wurde. Mit dem Anschlufs der Häuser an die Leitung wurden die privaten Brunnen weniger und weniger verwendet. Die öffentlichen Brunnen wurden einer strengen Untersuchung unterzogen, in deren Verfolg man es nach dem damaligen Stande der Hygiene für nötig hielt, die Benutzung von mehr als der Hälfte der Brunnen zu verhindern, weil die chemische Prüfung vielfach Beimengungen nachwies, die man für schädlich hielt. Erst nach der Hamburger Choleraepidemie des Jahres 1892, die übrigens an Bremen, trotz der regen Verbindung mit der Nachbarstadt, spurlos vorüberging, schenkte man den Quellbrunnen wieder gröfsere Würdigung, und nach einer neuen, nunmehr dem Bakteriologischen Institut unterstellten, von weiteren Gesichtspunkten ausgehenden Prüfung, bei der die örtlichen Verhältnisse gebührend gewürdigt wurden, erklärte man viele der geschlossenen Brunnen doch für brauchbar. Auch neue öffentliche Quellbrunnen werden jetzt gebaut. Da das Grundwasser meist mehr oder weniger eisenhaltig ist, mufs bei den Brunnenanlagen für die Entfernung des Eisens gesorgt werden, was vorzugsweise durch die