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JI, Teil. Bremen im XIX. Jahrhunder'.
M
Geschäftshäuser.
Von F. W. Mehlhorn.
it der Aufführung von Geschäftshäusern, welche ausschlicfslich für Zwecke des Verkaufes hergerichtet sind und wie sich solche in Städten von gröfserem baulichem Aufschwung als Bremen befinden, hat man hier erst in neuerer Zeit, den wachsenden Bedürfnissen
entsprechend, begonnen. Namentlich die wegen des aufserordentlich starken Verkehrs notwendig gewordene, und jetzt in der Durchführung begriffene Verbreiterung der Hauptverkehrsadern wie Söge-, Obern-, Hutfiltcr- und Faulenstrafse hat es zu stände gebracht, dafs bereits eine Anzahl den modernen Bedürfnissen Rechnung tragender, wenn auch nicht gerade hervorragender Neubauten für geschäftliche Zwecke teilweise schon entstanden sind und im Laufe der nächsten Jahre noch entstehen werden. — In den Etagenhäusern der inneren Stadt dienten Erdgeschofs und ausgebaute Kellcrräume schon vielfach früher Geschäftszwecken, oder wurden durch Umbau und Einbruch gröfserer Ladenfenster für solche hergerichtet. Durch Um- und Neubauten sind aus den Etagenhäusern Geschäftshäuser entstanden, d. h. Gebäude, die vornehmlich dem Handel, der Industrie oder dem Gewerbe dienen, in den oberen Stockwerken aber noch Wohnungen enthalten.
In neuerer Zeit sind auch vereinzelt Bauten entstanden, welche durch alle Geschosse ausschlicfslich Geschäftszwecken dienen; und zwar sind dieselben entweder ganz für Zwecke eines einzelnen Fig. 393- Geschäftshaus H. Ludewig, Ecke Betriebes hergerichtet, oder sie werden
Sögestrafse. Architekt A. Dunkel. 1886. h
Erdgeschofs später umgebaut. abteilungsweisc zu Kontoren, Lagern,