Druckschrift 
Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Entstehung
Seite
390
Einzelbild herunterladen
 

390

JI, Teil. Bremen im XIX. Jahrhunder'.

M

Geschäftshäuser.

Von F. W. Mehlhorn.

it der Aufführung von Geschäftshäusern, welche ausschlicfslich für Zwecke des Verkaufes hergerichtet sind und wie sich solche in Städten von gröfserem baulichem Aufschwung als Bremen befinden, hat man hier erst in neuerer Zeit, den wachsenden Bedürfnissen

entsprechend, begonnen. Namentlich die wegen des aufserordentlich starken Verkehrs notwendig gewordene, und jetzt in der Durchführung begriffene Verbreiterung der Hauptverkehrsadern wie Söge-, Obern-, Hutfiltcr- und Faulenstrafse hat es zu stände gebracht, dafs bereits eine Anzahl den modernen Bedürfnissen Rechnung tragender, wenn auch nicht gerade hervorragender Neu­bauten für geschäftliche Zwecke teil­weise schon entstanden sind und im Laufe der nächsten Jahre noch ent­stehen werden. In den Etagenhäusern der inneren Stadt dienten Erdgeschofs und ausgebaute Kellcrräume schon vielfach früher Geschäftszwecken, oder wurden durch Umbau und Einbruch gröfserer Ladenfenster für solche her­gerichtet. Durch Um- und Neubauten sind aus den Etagenhäusern Geschäfts­häuser entstanden, d. h. Gebäude, die vornehmlich dem Handel, der Industrie oder dem Gewerbe dienen, in den oberen Stockwerken aber noch Woh­nungen enthalten.

In neuerer Zeit sind auch verein­zelt Bauten entstanden, welche durch alle Geschosse ausschlicfslich Geschäfts­zwecken dienen; und zwar sind dieselben entweder ganz für Zwecke eines einzelnen Fig. 393- Geschäftshaus H. Ludewig, Ecke Betriebes hergerichtet, oder sie werden

Sögestrafse. Architekt A. Dunkel. 1886. h

Erdgeschofs später umgebaut. abteilungsweisc zu Kontoren, Lagern,