Print 
Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Place and Date of Creation
Page
322
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

322

II. Teil, Bremen im XIX. Jahrhundert.

Qasthöfe und Wirtschaften.

Von Wellermann und Fröhlich.

Geselligkeit, öffentliche und private Vergnügungen standen in Bremen bis zum Überhandnehmen der zugezogenen Bevölkerung eigentlich bis zu der Ausstellung von 1890, die zum erstenmal nennenswerten Fremdenverkehr in die Stadt brachte unter dem Banne uralter Tradition. Anderer Restauranträume als des Ratskeller bedurfte man nicht; eine Bier­stube oder einen Konzertgarten zu besuchen, war unschicklich. Erst in den 60er Jahren versuchte es ein unternehmender Kopf, Beckröge, in einem bescheidenen, nett ausgestatteten Lokal an der Katharinenstrafse das Nürn­berger Bier einzubürgern; eine verschwiegene Hinterpforte bot zu unbemerktem Besuch Gelegenheit. Bald folgte die anfangs kleine Jakobihalle.

Aber erst die Aussicht auf den Fremdenverkehr bei Gelegenheit der nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung hat eine Reihe von gröfseren, modernen Cafes und Wirtschaften entstehen lassen, in erster Linie die des Ausstellungsgebietes selbst, im Bürgerpark. Einige der wesentlichsten dieser Bauten seien im folgenden zusammengestellt.