II. Teil. Bremen im XIX. Jahrhundert.
Fig. 291. Alte Ansicht des Domanbaus, nach einem Stahlstich um 1850.
Qesellschaftshäuser.
Von M. Hartmann.
Saalbau und Domanbau mit den Räumen des Künstlervereins.
Per als Mittelpunkt für wissenschaftliche und künstlerische Bestrebungen und Interessen im Jahre 1856 gegründete Künstlerverein hat seine Vereinsräume in dem sogenannten Saalbau (erbaut 1869) und in dem Domanbau (erbaut 1876). Die nebeneinander aufgeführten Gebäude haben eine Frontlänge von fast 100 m. Ihre in Portasandstein ausgeführten Fassaden sind mit Rücksicht auf den Dom und wohl auch mit Rücksicht darauf, dafs der alte neben der Halle des Künstlervereins gelegene Kreuzgang zeitweise als Gang zur Domkirche benutzt wird, im gotischen Stil hergestellt. Besonderen Schmuck hat die Fassade des Saalbaues durch eine Gruppe hoher Mafswcrkfcnster, wie sie auch der frühere Bau enthalten hatte, und dazwischen durch zwei in gotischen Formen behandelte Standbilder vom Bildhauer D. Kropp erhalten.