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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
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Fig. 224.

Ansicht der alten Rembertikirche aus dem Anfang des iS. Jahrh. Gouachemalerei im Historischen Museum.

Die JKirchen der JNeuzeit

Von W. SüNKEL.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist von irgend welcher Bauthätigkeit auf kirchlichem Gebiete keine Rede, es genügten den Bewohnern der Stadt die aus dem Mittelalter stammenden grofsen Kirchen. Erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, nachdem die Vorstädte stark angebaut waren, machte sich in diesen Bezirken das Bedürfnis nach neuen kirch­lichen Räumen geltend, da die hier bestehenden Gebäude (die St. Remberti- und St. Michaelis­kirche) nur sehr einfache Bauten von geringen Abmessungen waren.

Der erste dieser Bauten war die Friedens­kirche an der Humboldtstrafsc in der östlichen Vorstadt, ein gotischer Backsteinbau, 1868 von Architekt Joh. Rippe erbaut. Ein quadratischer, durch vier Stützen geteilter Raum mit viereckigem Chor. Holzdecke. Dem Eingang ist eine von zwei Treppentürmen flankierte Vorhalle vorgelegt. Kleiner Vicrungsturm, circa 45 m hoch. Hinter dem Chor schliefst sich ein Lehrsaal an. An Stelle der alten baufällig gewordenen Vorstadtkirchc (Fig. 224) von St. Remberti erbaute 1868 70 Architekt Heinr. Müller alsdann die dreischiffige Hallenkirche der jetzigen Rembertikirche mit Emporen in den Seitenschiffen. Holzdeckc in den

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Fig. 225. Grundrifs der Friedens­kirche. J. Rippe. 1868.