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Korporationsgebäude.
Von Wagner.
Per allgemeine Aufschwung, den das Städtewesen im Mittelalter nahm, machte sich ebenso wie in den anderen Teilen Deutschlands, auch in Bremen geltend. Handel und Wandel, Kauf und Verkauf bildeten * sich plötzlich in ungeahnter Weise aus und das Bürgertum als solches, schuf sich seinen Platz in der Geschichte des deutschen Vaterlandes. Die Organisation fehlte dem Bürgertum nicht. Nicht allein, dafs es sich einer selbstgewählten Staatsobrigkeit unterordnete, sondern vor allen Dingen die Organisation unter sich, das Zunft- und Gildewesen war die natürliche Folge dieses kulturellen Aufschwunges. Wir finden es daher schon recht frühzeitig streng durchgeführt und die einzelnen Handwerke wie auch den Kaufmannsstand in vollständig getrennten Körperschaften geteilt. Je eine nach der Gröfse und dem Ansehen, das sie genossen, zeigte sich auch ihr Auftreten nach aufsen, und so war es eine natürliche Folge, dafs sie einen Stolz, in der möglichst reichen Ausschmückung ihres Zunftgebäudes suchten, das sie notwendig brauchten. Das erste Korporationshaus, das Bremen besafs, scheint das Rathaus gewesen zu sein, in dem gleichzeitig die Gewandschneider ihre Waaren feilboten und ihre geschäftlichen Versammlungen abhielten. Der Rat bezog grofse Einkünfte hiervon und eine derartige Ausnutzung des Raumes mag ihm daher nicht unangenehm gewesen sein. Als der Rat dann, da ihm das Gebäude zu klein wurde, sich ein neues errichtete, verblieb jenes noch bis zum Jahre 1558 der Gilde als Korporationshaus. In dem Rechnungsbuch für den Neubau des Rathauses werden dann noch zwei weitere Korporationshäuser erwähnt, das Haus der Kürschner (Pclzcr) in der Pelzerstrasse und das der Lohgerber. In dem ersteren wurde von den Steinmetzen ein Raum für ihre Arbeiten benutzt und daher seine Erwähnung; den