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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
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Einleitung. Die Stadt und das Gebiet Bremen.

Mittel, zweitens aber auch auf die Übereinstimmung dieser Beträge mit den von der zuständigen Deputation für diese bestimmten Zwecke bewilligten Mittel. Wenn es sich um Lieferungen oder Leistungen handelt, welche auf Grund besonderer, nach einem strengen Submissionsverfahren festgestellter Verträge verrechnet werden, mufs drittens die Übereinstimmung der zur Anweisung kommenden Beträge mit den vertraglich vereinbarten Preisen geprüft werden. Erst nach dieser Prüfung erfolgt seitens des Vorsitzers und Rechnungsführers der zuständigen Deputation die Anweisung zur Auszahlung. Das Revisionsbureau ist dem Oberbaudirektor unterstellt.

Es mögen schliefslich einige Zahlen angeführt werden, aus welchen die Entwickelung des bremischen Bauwesens innerhalb der letzten 25 Jahre hervorgeht. Im Jahre 1876 waren an technischen Beamten 7 Bauinspektoren, 4 Ingenieure und 17 Bauaufseher angestellt, im Jahre 1899 waren diese Zahlen auf 8 Bauinspektoren, 32 Baumeister und Ingenieure, 60 Bauaufseher und Zeichner gestiegen.

Die von sämtlichen Bauabteilungen verausgabten jährlichen Beträge haben dagegen in derselben Zeit von 2,57 Millionen auf 11,66 Millionen Mark zugenommen.

Die für Verkehrszwecke (Hafenanlagen in Bremen, Bremerhaven und Vegesack, sowie für Verbesserung des Fahrwassers der Weser) in dem Zeitraum von 1880 bis 1899 von Bremen verausgabten Beträge erreichen die Höhe von annähernd 120 Millionen Mark.

Das technische UnterrichtsWesen.

Von Walther Lange.

m Gebiete der freien Hansestadt Bremen läfst man dem technischen Unterrichtswesen sowohl seitens des Staates, als auch seitens der Städte und Vereine eine angemessene Pflege zu teil werden.

So finden wir sowohl in Bremen selbst, als auch in g ^rw-f-igLpii lj c j en Städten Vegesack und Bremerhaven Fortbildungsschulen, welche sich der Ausbildung der Lehrlinge aus Handwerk und Industrie widmen. Der Besuch dieser Anstalten ist im allgemeinen ein freiwilliger. Auf kunstgewerblichem Gebiete arbeitet die mit dem Bremer Gewerbemuseum verbundene Unterrichtsanstalt, eine kunstgewerbliche Fachschule kleinsten Mafsstabs, die praktisch bereits vorgeschultcn Handwerksgehülfen einige Selb­ständigkeit im Entwerfen und Detaillieren zu geben bestrebt ist.

Dem mittleren technischen Unterrichtswesen dient das im November 1894 eröffnete Technikum.

Diese Staatsanstalt hat vier Abteilungen:

Abteilung A ist eine Baugewerbeschule mit Hoch- und Tiefbauklassen; sie arbeitet nach einem Lehrplan, welcher unwesentlich von dem Normal-