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Ader" besitze, — poetisch in dem Sinne, wie eine gewisse Dicliterschule die Poesie verstand, die s&h nur mit dem Schwall hochtönender Worte, mit mythologischen Ausschmückungen und Bildern breit zu machen, aber den Kern und Geist der Dichtkunst nicht zu erfassen wusste. Wir könnten Sachen von ihm aufweisen, die mehr als gewöhnlichen dichterischen Geist und rege Einbildungskraft verrathen, wenn sie auch nicht in gebundenen und gereimten Versen und Strophen abgefasst sind. — Immer belebte ihn das Interesse für die schönen Wissenschaften, deren Literatur ihm nie fremd blieb, so wenig wie irgend ein anderes wissenschaftliches Streben, auch ausserhalb des Bereichs der ihm zunächstliegenden wissenschaftlichen Beziehungen.
„Auffahrende Heftigkeit" war nur bis in die dreissiger Jahre sein Fehler, und auch damals in der That so selten und nie anders als in edler Aufwallung empörten Gefühls, dass es nur ihm selbst, der so sehr und so streng über sich wachte, erlaubt sein konnte, es rügen zu wollen. Jeder Andere, gegen den er sich je etwa vergessen haben möchte, hat gewiss die ganze Wahrheit der Schlussworte seiner obigen Selbstschilderung erkannt.
II r e m e h.
1811—1831.
Indem wir in diesem letzten Abschnitte, die letzten 18 Jahre von Mertens Leben zusammenfassen, können wir die allgemeine Bemerkung voranstellen, dass sich, mit der in der Aussenwelt eingetretenen Ruhe und heiteren