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und ihm mit ihren köstlichen Schützen die Stunden der Erholung von angestrengten Studien wahrhaft zu versüssen anfing. War auch der kleine väterliche Garten in Bielefeld schon mit vieler Sorgfalt durch ihn gepflegt worden, so gestattete ihm jetzt doch der ihm für seine Sämereien und Anpflanzungen bewilligte grössere Raum in des Pastors Garten seiner steigenden Neigung mit aller Lust und Liebe nachzuhängen, und sich mit dem Linne in der Hand, die ersten systematischen Vorkenntnisse der zum Lieblinge erwählten Wissenschaft zu eigen zu machen, von der er damals wohl nicht ahnen mochte, welche wichtige Rolle sie in seinem spätem Lebenslaufe spielen, wie viel er ihr, und sie ihm einst verdanken werde.
So hatte Mertens beinahe drei für seine geistige und moralische Ausbildung höchst wichtige Jahre in diesem Hause verlebt, einem Hause, in welchem die ausgezeichnetsten Männer jener Gegend, —■ Voss, Klopstock, Claudius, Campe, freundschaftlich zu verkehren pflegten, —I als er durch die Vermittelung seines alten Gönners, des Kriegskommissair Beyer, den Ruf als Rector der reformir- ten Schule nach Bielefeld erhielt, den er nach manchem Schwanken, Ab- und Zureden seiner Freunde, mehr seinen Eltern, als seiner Neigung zu Gefallen, endlich annahm, und deshalb am 7. April 1787 mit schwerem Herzen von Wandsbeck schied.
Bielefeld.
1787—1788.
Noch immer war es die Lieblingsidee seiner Ellern, ihn sich ausschliesslich dem geistlichen Stande widmen zu sehen, obwohl bei ihm selbst diese Neigung längst durch