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Biographische Skizzen verstorbener Bremischer Aerzte und Naturforscher : eine Festgabe für die zwei und zwanzigste Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Bremen / vom Aerztlichen Vereine zu Bremen
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Sollten Sie etwa ein Paar schwarze seidene Strümpfe haben, die Sie nicht gebrauchen, so schicken Sie sie mit. Uiskiren Sie es aber nicht, sie unfrankirt zu schicken, ich möchte grade nicht bei Gelde sein, um sie lösen zu können."

1784. Ich habe diesen Winter viel, sehr viel ausgestanden und bin leider noch nicht fertig. Die so strenge, noch immer fortdauernde Kälte hat mich in meinen ökonomischen Umständen ausserordentlich zurück­gesetzt, und ich habe daher nothwendig Schulden machen müssen. Mein Stubenbursche reiste schon Anfang des März nach Hause, weil unser Holz zu Ende war; ich hielt es noch einige Zeit mit der Kälte aus, aber endlich siegte sie über meine Natur; ich musste wieder von Neuem kaufen und habe nicht einen Pfennig. Meine Hauswärterin borgte mir einige Thaler dazu, und das Uebrige wurde auch von Diesem und Jenem vorgeschossen. Wenn meine Freunde mich besuchten, so brachten sie das Holz unter dem Mantel mit. < Vorigen Mittwoch

habe ich in der hiesigen Domkirche gepredigt---wie?

darüber haben Andere gcurtheilt."

Waiidsbcclt.

1781 1787.

Allen diesen Bedrängnissen machte nun im April des Jahres 1784 ein Brief seines Freundes Hoffbauer ein Ende, der ihm heitere Aussichten für die Zukunft eröffnete. Er erhielt eine Einladung, ihm nach Wandsbeck zu folgen.