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Biographische Skizzen verstorbener Bremischer Aerzte und Naturforscher : eine Festgabe für die zwei und zwanzigste Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Bremen / vom Aerztlichen Vereine zu Bremen
Entstehung
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Gerh. de Neufville,

'geb. 1590, | lClS.

Gerhard de NenfVflfc; geb. 1590, Oct. 28, war der Sohn von Tilemann de Neufville, eines angesehenen Bür­gers zu Wesel und Dorothea Mercator, der Tochter des berühmten Cosmographen Gerh. Mercator. Die erste Grundlage zu einer wissenschaftlichen Bildung legte er in der gross väterlichen Familie und in dem Gymnasium tn Steinfurth, und er setzte darauf seine Studien in Leiden fort, wo er am 3. Febr. 1609 im 18. Jahre Magister philosophiae ward, nachdem er am 15. Dec. 1608 eine Disput, inauguralis, cöhtinens: assertioncs qaodlibeticas et paradox as und am 2(5. Jan. 1(509 pro gradu magisterii in philosophia, Theses miscellaneae philosophicae öfientüch vertheidigt hatte. Nach verschiedenen Studien und Reisen wurde er 1(510 zum Professor" extraordinarius der Mathe­matik zu Heidelberg ernannt, indess schon im darauf fol­genden Jahre 1611 erhielt er, empfohlen chifeh den Bector der Schule zu Wesel Job. Brandt nach Bremen den Ruf als Professor Ordinarius der Physik und Mathe­matik am Gymnasium illustre, da sein Vorgänger Herrn. Hunold diese Stelle in diesem Jahre niedergelegt halte. Nun begann Neufville in Bremen seine Vorträge über Mathematik und Naturphilosophie, die er eine lange Reihe von Jahren bis 1611 fortsetzte.