Vorwort
Die vorliegende Untersuchung, auf der Grundlage vieljährigen Quellenstudiums und meiner 1973 abgeschlossenen Diplomarbeit über „Die Ausschaltung der Juden aus dem Bremer Wirtschaftsleben im Dritten Reich" entstanden und wie diese bei Herrn Prof. Dr. Herbert Schwarzwälder geschrieben, wurde 1982 von der Universität Bremen als Dissertation angenommen. Sie erscheint hier in geringfügig gekürzter Form und soll die Auswirkungen nationalsozialistischer Politik auf die jüdische Bevölkerung der Hansestadt erstmals in ihrer Gesamtheit aufzeigen. In etlichen Städten und Ländern der Bundesrepublik wurde eine solche Spuren- und Faktensicherung schon eher geleistet. Dieser Beitrag versteht sich mehr als die meisten anderen Publikationen als ein Versuch, über die bekannten und spektakulären, letztlich vernichtenden Ereignisse hinaus den Weg dorthin, die eskalierenden Verdrängungs- und Beraubungsmaßnahmen zu erfassen und an Beispielen nachzuzeichnen.
Allen, die mir beim Auffinden des Materials mit Anregungen und Tatkraft behilflich waren, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken, vor allem aber den Mitarbeitern des Staatsarchivs Bremen und des Archivs der Handelskammer Bremen, die mir über lange Zeit hin in entgegenkommender Weise das Quellenstudium ermöglichten. In meinen Dank einschließen möchte ich alle, die das Entstehen der Arbeit mit Interesse, Verständnis und Zuspruch begleitet und gefördert haben.
Mein besonderer Dank gilt der Leitung des Staatsarchivs für die Aufnahme dieser Untersuchung in die Reihe der „Veröffentlichungen", die der Senator für Inneres und der Senator für Wissenschaft und Kunst mit Zuschüssen aus Lottomitteln unterstützten, und dem Herausgeber, Herrn Dr. Wilhelm Lührs, für seine außerordentlich umsichtige Betreuung der Drucklegung.
Ich widme diese Arbeit meinem Mann.
Bremen, im November 1983
Regina Bruss