Register
der
Einkünfte der Probstey zu Bremen.
Mitgetheilt von
I. M. Asxpenöerg, vr.
zu Hamburg.
Als Anhang zur Geschichte der Domkirche daselbst.
Die auf den folgenden Bogen al'gedruckte, in der Hamburgischen Stadtbibliothek vorhandene Handschrift auö dem vierzehnten Jahrhunderte, hat schon früher die Aufmerksamkeit gelehrter Geschichtöfreunde auf sich gezogen. ") Sie enthält ein Verzeichnis) sämmtlicher Einkünfte des Domes zu Bremen, und Nachrichten über die Bertheilung derselben unter den Domherren, und ist daher für die Geschichte dieser einst so sehr begüterten Kirche, besonders aber wegen der vielen aufgeführten Oerter und Eigenthümer in denselben, für den Geographen wichtig. Durch die darin benannten Bremischen Rathmannen ergiebt sich, daß das Manuscript in den Jahren 1330 bis 1340 abgefaßt ist. Es ist auf zehn Pergamentblättern in Folio, in zwei gespaltenen Co- "lumnen, davon jede fünf und zwanzig lineirte Zeilen hat, mit schönen, großen Schriftzügen geschrieben; doch sind durch eine etwas spätere Hand einige Namen von Zinspflichtigen ausgelöscht, und die, in dem nachstehenden Abdrucke in Klammern eingeschlossenen, neueren Namen und Zusätze beigefügt. — Ich überlasse die fernere Erörterung dieses Documentes denjenigen, welche, mit dem erforderlichen Lvcal-Jnteresse und den desfalsigen Kenntnissen versehen, sie übernehmen wollen, so ferne eine solche Arbeit, bei dem jetzigen Mangel an Urkunden über die Geschichte des gedachten Domkapitels, ausführbar seyn sollte. Doch habe ich geglaubt, daß die Angabe der jetzigen Namen und der Lage der verzeichneten Dörfer, und einige kleine geschichtliche und und sprachliche Nachweisungen zum allgemeineren leichteren Verständnisse, in den begleitenden Anmerkungen willkommen seyn würden. L.
Die Liebhaber der Geschichte mache ich noch auf ein anderes Manuscript aufmerksam, das sich in der Bibliothek zu Wolscn- büttel, auf Pergament in 4., befindet.
») Vaterländisches Archiv, Bd. I, S. 208.
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