und zur Säcularlsation des ErzbisthumS,
Dänemark, welcher für das Erzstist Bremen die Folge hatte, daß der Schwedische General, Graf Hans Christoph von Königsmark, mit aller Macht in dasselbe eindrang, noch in demselben Jahre das Schloß Laagwedel, im folgenden die Stadt Stade, nebst den Schlössern Ottcrsberg und Bremervörde, welches die erzbischöfliche Residenz war, eroberte-, dadurch das Land dem Scepter seiner Königin unterwarf, den Erzbischof vertrieb, und den Bremischen District, bis zum westphälischen Frieden 1648, im Besitz behielt, in welchem es, nebst dem Bisthum Werden, dem Königreiche Schweden, zur Schadloshaltung sür die aufgewandten Kriegskosten, als zu sacularisirende Lander, unter dem Titel von Herzogthümern, überlassen und zum Reichslehn erklart wurde. Inzwischen erhielt dieser Erzbischof, nach dem Tode seines Vaters, im Jahre 1648, unter dem Namen Friedrich III., das Königreich Dänemark und Norwegen, und starb am 9. Februar l67L>.. Seine Lonllrmatio 8t!Uv,torum eec:lc.-si!„z IZio m'e^i-?, vom I. 1617, ist in Pratje's Alten und Neuem aus den Herzogth. Bremen und Werden, Bd. IV. S. 129 f. abgedruckt.
Kurze Uebersicht des Religionszustandes in Bremen und im Erzftiste, unter den Bischöfen und Erzbischöfen.
Karl der Große führte, wie gezeigt worden ist, das Christenthum bei unsern Vorsahren ein, und suchte es durch die Stiftung der hiesigen Domkirche immer weiter auszubreiten. Nur ist zu bedauern, daß sie viele heidnische Irrthümer, Vorurtheile und Gewohnheiten mit in die christliche Kirche brachten. Wundern darf man sich indessen darüber nicht, wenn man bedenkt, wie leicht es damals war, den Namen eines Christen zu bekommen. Das Versprechen, den Götzendienst nicht mehr besuchen zu wollen, das Nennen des Namens Jesu, der Maria, des Petrus und anderer Heiligen, das-Kniebeugen bei dem Aussprechen ihrer