bis zum Wachsthum derselben, unter Adelbert.
29
ten nach Gefallen, die Unordnungen und das Elend wurden allgemein.
Gegen das Ende seines Lebens wachte sein Glück, seine alten Absichten auf das Patriarchat und auf die völlige Landeshoheit, wieder auf. Kaum erhielt er nach drei Jahren die Erlaubniß, wieder an den kaiserlichen Hof zu kommen, so sing er abermals an, dem Kaiser die Sachsen verhaßt zu machen, veranlaßte einen siebenjährigen Krieg, der die Unterwerfung der sachsischen Herren unter den Kaiser zur Folge hatte, und den Adelbert wieder in Besitz der Güter brachte, die der Herzog Magnus der Kirche genommen hatte. Es ist aber gewiß, daß er am Ende seines Lebens nicht das ganze Bremische Stift besessen habe. Zuletzt war er ganz wunderlich und abergläubisch, und von Wahrsagern, Schmeichlern und Aerzten umgeben, und endigte sein Erdenleben im Jahre 1072 zu Goslar. Zu seiner Zeit gab es, außer Bremen, Stade und den Klöstern, nur noch eine Kirche zu Bramstedtz die Kapelle zu Dedersdorf und das Berhaus zu Sandstedt wurden von ihm gestiftet. Die Kirchengewalt ist unter ihm auf das Höchste gestiegen. Das Ansehen des Domstists wurde, nachdem es die Erzbischöfe wählte, immer größer, die Gewalt über die Stistsgeistlichen aber geringer. Die eigentliche Landeshoheit war erst im dreizehnten Jahrhundert, unter Gerhard, am höchsten gestiegen. (Herzogth. Bremen und Werden, II. 240 f.)
Mittlere Geschichte.
Dritter Abschnitt.
Von der Absonderung der nordischen Kirchen, bis aus die Verlegung der erzbischöflichen Würde von Hamburg nach Bremen, von 1072 bis 1219. Die höchste Macht der Erzbischöfe, besonders, seitdem Erzbischof Gerhard II. die Grafschaft Stade mit dem Erzbisthume vereinigte.
Liemar, Adclberts Nachfolger, wurde vom Kaiser selbst dazu ernannt, und vom Papste bestätiget. Zu seiner Zeit brachen die