I"
Von der Stiftung der Domkirche
thums gefunden wurde. Einige Gelehrte haben zwar behauptet, Bremen sey damals schon eine Stadt und der Ort gewesen, den Ptolomäus Phabiranum nennet, allein Eccard (<Ie ori^in. 6eiman. Lid. II. §. 69.) beweiset, daß die von Ptolomaus benannten Oerter nichts als Anfahrten der Schiffe an der Nord- und Ostsee gewesen, und daß, nach der Ordnung des Verzeichnisses, Phabiranum viel eher die Insel Fernern,'als die Stadt Bremen sey. Wie wenig man sich auf die Benennungen und noch weniger auf die geographischen Bestimmungen des Ptolomaus verlassen könne, ist bekannt. Wollte man aber einwenden, Bremen müsse schon eine Stadt gewesen seyn, weil Karl, nach den geistlichen Rechten, keinen Bischof auf dem Lande habe ansetzen können, so ist die Antwort Deicht, wo noch keine Städte waren, und Bischöfe bestellt werden mußten, da litt diese Regel ihre Ausnahmen.
Der Stiftungsbricf des Bremischen Bisthums, den uns Adam von Bremen (Histoi-. «zocles. i.id. I. c^,. X., p-iA. 4 f. ap. I^inllendroA eclit. k'adrieii) aufbehalten und die meisten Geschichtschreiber bestimmen das Jahr 788. Nur einige fränkische Geschichtschreiber (s. Lcearcl in ?rano. oi-ient, I. 721) setzen das Jahr 787, und diese Angabe wird dadurch bestätiget, weil Karl im Jahre 787, nicht aber 788 zu Worms gewesen ist, woselbst er doch Willehad zum Bischof verordnet hat. Es kann also wohl seyn, daß Karl im Jahre 787 die Stiftung des Bremischen Bischofthums beschlossen hat, und daß im folgenden Jahre Willehad als Bischof eingeführt ist. Diejenigen aber scheinen zu irren, welche das Jahr 789 setzen. (Pratjc, Herzogth. Bremen und Werden, 2te Samml. S. 191 f.)
In dem Stiftungsbriese kündigt Karl allen christlich getreuen Sachsen, die er sich nach langer Empörung unterworfen, mit ihrer alten Freiheit beschenkt, von allen Steuern losgesprochen und bloß Gotte steuerpflichtig gemacht habe, so daß sie insgesammt, Reiche und Arme, Christo und seinen Priestern den Zehnden von Vieh und Früchten abtragen müßten, an, daß er, nachdem er ihr Land, auf altrömische Art, in eine Provinz verwandelt, und nach gewissen Gränzbestimmungen unter die Bischöfe vertheilt hätte, den mitternachtigen Theil desselben, der an Fischen sehr reich und zur Viehzucht sehr geschickt wäre, Christo