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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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Anlage A.

(Zu S. 556.)

Der Wigmodurgau führte seinen Namen von der Wümme oder Wimme, welche unterhalb des alten Erbsitzes der nun ausgestorbenen Freiherren von Marsel (Marisgate ), indem sie sich mit der Hamme vereinigt, ihren Namen in Lese oder Lesum ver­wandelt.

Dieser fischreiche Flufs entspringt im Herzog­thum Lüneburg, strömt durch leicht zu überschwem­mende treffliche Viehweiden und theilt sich in dem weichen Boden in viele Arme, welche sich hier und da wieder vereinigen. Nach ihm nannten sich jene alten Herren von Lesmon *) oder Lesmund (Mündung der Lese), und ihr Hof, wo jetzt noch das Dorf Lesum zu sehen ist. Der Ursprung dieses Geschlechts geht hinauf bis zur Zeit Karls des Grofsen.

Nur hurze Zeit werden jedoch die Lesmon ge­nannt, bis unter Otto dem Grofsen der Sohn Hermann Billings von Sachsen, Lothar der Zweite, diesen Titel wieder führte. Seine Wittwe war die heilige

*) In Urkunden Lismona, Lisraonia, Liastmona, Listmuone, Liesmunde , Liestimunde u. s. w. Sie heißen auch Grafen Ton Wigmodia. S. Mushard Brem. Rittersaal.

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