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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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nvmg in dem neuen Loeale ist jetzt erst beendigt und der Bibliothekar seitdem Dinstags und freitags, mit Ausnahme der Schulferien, für Besuchende gegen­wärtig. Zunächst ist genug erreicht, wenn nur hin­längliches IjOcale, auch zu beträchtlicher Vermeh­rung, vorhanden bleibt. Entspricht der Thätigkeit, wo­mit jetzt die Verbesserung des gesammten Schul­wesens schon betrieben worden ist und noch betrieben wird, die aus derselben zu erwartende Wirkung, so wird das Bedürfnifs eines Instituts, wie es in den Museums-Vorlesungen über eine auf Nationalbildung berechnete öffentliche Büchersammlung für eine deutsche Stadt, entworfen ist, mit jedem Iahre mehr gefühlt werden; und da dies nicht ausbleiben kann, so läfst es sich mit Zuversicht erwarten, dafs in we­nigen Jahren nicht nur für eine reichere Einnahme zum Ankauf, sondern auch für Pflege und Bedienung und tägliche Zugänglichkeit des unter diesen Bedin­gungen erst wahrhaft gemeinnülzlich werdenden In­stituts das Erforderliche geschehen werde.

Kunst in Bremen.

Die Umgebungen Bremens waren vormals nur wenig geeignet, den Genius zu wecken und zu be­feuern; was von Kunstwerken der Bildhauerei und Malerei in den Kirchen gewesen seyn konnte, war durch die Bilderstürmerei des ersten Jahrhunderts der Reformation verschwunden, doch läfst sich kaum glau­ben, dafs je etwas bedeutendes vj)n Kunst in den Kir-