Handel und SchiflTahrt der Bremer.
Den bedeutendem Handel Bremens kann man seit jenem yon Otto dem Grofsen dem Erzbischof Adal- dagus ertheilten Privilegium rechnen. Damals bekam die Stadt einen Jahrmarkt und der Vortheil ihrer Lage begann sieh zu entwichein. Was aber vorzüglich förderte, war der in den ersten Jahrhunderten bedeutende Umfang des erzbischöflichen Kirch- sprengels von Bremen und Hamburg. Mit jenen Aposteln, die zur Bekehrung des Nordens auszogen, sogar bis nach Island, Grönland und den Orkadi- schen Inseln, dem heil. Magnus u. a., oder doch ihren Spuren nach, zogen die Kaufleute. Unter ihrem Schutze, unter dem Schutze ihrer Altäre konnten sie es wagen , mit fremden barbarischen Völkern in Verkehr zu treten, Sicherheit für ihre Person, wie für ihre Waaren zu erlangen. Dann aber hatten die Skandinavischen Völker häufig Veranlassung, in ihren Angelegenheiten an den erzbischöflichen Hof nach Bremen zu kommen, wo, doch besonders zu des yiel- herrschenden und prachtliebenden Adalberts Zeiten, das kleine Bremen dem päbstlichen Rom yergleich-
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