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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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(1523) erbeutet; der Kirchhof dieser Kirche ist nun bebauet.

In der weiland Nikolai-Kirche haben jetzt einige alte Frauen ihre Wohnung. Dieses Wittwenhaus wird jetzt neu gebaut.

Die Maria -Magdalenen- Kirche war in des Bi­schofs Palatio, und zwar an der Stelle des Hauses, welches das Rathhaus und das jetzige Stadthaus ver- bindet.

Klöster.

Die Geschichte unserer bremischen Klöster ist sehr harg. Nicht das gleichförmige Wirken stiller Naturkräfte prägt sich der Erinnerung der Menschen ein, sondern die Wuth und Zerstörung der Ele­mente. Wo Mord und Kampf, Plünderung und Brand vorgefallen, das erzählt die Sage, aber von dem stillen, geräuschlosen Wirken eines Klosters, sey es im Guten, sey es im Bösen, schweigt sie*).

St. Paul.

St. Pauls-Kirche war durch Erzbischof Adalbert von einem Theil der Güter des von Ansgarius gestif­teten Gasthauses erbauet und fundirt worden, auf

*) Die Verwaltungspapiere der bürgerlichen Vorsteher sind noch vorhanden, die Papiere der Mönche sind verschwunden. Man glaubt, sie hatten sie bei drohender Aufhebung nach anderen Klostern weggeschafft.