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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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sehen Schule, war eine Zeitlang ganz verschlossen, wurde dann als Zeughaus, später als Hopfenmagazin gebraucht, wel'swegen sie auch die Hopfenkarken hiefs, wo der Stadtweinkeller den Hopfen, wovon er das Monopol hatte, verwahrte. Seit das Monopol aufhörte, war St. Wüiehadi-Kirche ein Weinlager, bis sie abgebrochen wurde.

Im Jahre 1287 wurde vom Domprobst verord­net, dafs wenn ein fremder Kaufmann in Bremen stürbe, er begraben werden könnte wo er wollte, jeder andere Durchreisende oder Besuchende aber soll in St. Willehad begraben werden.

Und so hatte denn die Kirche, die dem ersten Apostel der Niederweser, dem Stifter der ersten Christengemeinde und des ersten Gotteshauses in Bre­men, dem ersten Bischof geweihet war, die seinen Namen führte, deren Boden sein Leichnam geheiligt hatte, das seltsame Schicksal, von ihren Canonichen bald verlassen, dann dem Kriege, dann dem Bier, endlich dem Wein, also geistigen wenn auch nicht geistlichen Zwecken geweihet worden zu seyn. Seit einem Jahr ist keine Spur mehr von ihrem Daseyn. Sie stand, wenn mau vom Markt nach der Doms­haide geht, rechts in der Loopslrafse, und war we­nig zu sehen.

Heilige- Geist- Kirche.

Nicht weit vom Osterthor, wo die Compter- strafse noch durch ihren Namen das Verschwundene bezeichnet, war die deutsche Ordenscommenthurei