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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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an seinen Erben. Ein Bürgermeister und ein Raths­herr sind Provisoren, und ein unentgeldlich aufge­nommener Pro vener versieht das Amt des Pförtners.

Die Trefflichkeit einer solchen Anstalt anzuprei­sen , wäre eine überflüssige Arbeit. Alters - und Standesgenossen finden hier eine stille Freistätte von Mühen des Lebens. Nirgends erscheint der krän­kende Anblick, weder der Armuth, noch des Reich­thums. Dieses Zusammenleben in einer Begrenzung, ohne zusammen seyn zu müssen durch Bewohnung desselben Zimmers; dieses Klösterliche, das an die frühesten Gemeinschaften solcher Art erinnert, wo ganze Familien in Aegypten gegen die Verfolgungen in den Einöden Schutz fanden, und noch an keine Absonderung von Geschlechts- und Staatsverbindung gedacht wurde: das Alles schmeichelt dem Beschauer ums Herz, wenn er gleich bei näherer Bekanntschaft auch linden würde, dafs das Bild des Friedens nicht immer auch den Frieden voraussetzt. Die Erde, die zwischen der Venus und dem Mars im Weltgebäude schwebt, kann nie und nirgends, so wenig zu Sa- turnus, als zu Casars Zeit aufhören zwischen Hafs und Liebe und Krieg und Friede zu schweben, und so mögen denn auch an den St. Kemberti Pröven nicht mehr Ansprüche gemacht werden, als von dem ganzen Menschengeschlecht verlangt werden können.

St. Michaelis - Kirche.

Wo jetzt die Tuchrahmen aufser der Stadt zwi­schen dem Ansgarii- und dem Doventhorswall zu