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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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lehadshirche war nur der Thurm aus einer Zeit vor dem dreizehnten Jahrhundert, der wegen seiner Stärke bei einem Neubau der Kirche stehen geblie­ben seyn mochte. Der Thurm hatte noch lauter Halbkreisbogen, die Kirche aber nur Spitzbogen. Die kleine Urkunde auf Pergament vom Jahr 1340, die man bei dem Abbrechen des Thurms im Dache gefunden, zeigt wenigstens, dafs der Thurm früher als um das Jahr 1340 vorhanden war.

Wir wenden uns zum Dom, der in merkwür­diger Zusammenllickung das eilfte, das dreizehnte und den Anfang des sechzehnten Jahrhunderts an sich trägt, und Stoff zu mancherlei Betrachtung bietet.

Der Dom.

Aufserhalb der altern Stadt Bremen, auf einer hohen Haide, wo einst der heilige Willehad mit Ge­fahren, Schwierigkeiten und manchen Unterbrechun ­gen, bald von Karl dem Grofsen beschützt, bald von heidnischen Sachsen bedrängt, dem Apostelfür­sten Petrus ein Heiligthum von Holz geweihet, er­hob sich durch Bischof Willerich eine steinerne Kirche, die, obwohl Bremen dreimal von den Hun­nen ausgeplündert und verbrannt wurde, dennoch wegen ihrer abgesonderten Lage unversehrt blieb.

Ein Geistlicher und Verwandter des Erzbischofs Bezelin, auch Alebrandt genannt, der sich in der Hoffnung, die Stelle eines Domprobstes zu erhatien, getäuscht sah, steckte diesen zweiten Dom, nfth-