Allgemeine Ansicht der Stadt.
"W er vor der französischen Occupation nach Bremen kam, von welcher Seite es auch seyn mochte, hätte schwerlich die Nähe einer grofsen und reichen Handelsstadt vermuthen können. Ohne Verwünschungen konnte kein Fahrender durch die elenden Sandwege sich durchschleppen, oder auf dem entsetzlichen Steinweg, dessen runde Steine jeden Winter vom Wasser und Eis losgewühlt wurden, sich wund stofsen lassen. Die Franzosen zeigten schnell durch die Musterstrafse von Wesel nach Hamburg die Ausführbarkeit guter Chausseen; die Wichtigkeit derselben wurde eben sobald eingesehen; und als Bremen wieder sich selbst angehörte, schritt man gern zu ähnlichen Unternehmungen, welche durch die veränderte Einrichtung des Konvents ohne grofsen Widerstand beschlossen und ausgeführt wurden. So ist denn nun das bremische Gebiet nach allen Seiten bis zu den Grenzen mit den schönsten Kunst- strafsen in einem sehr nachtheiligen Boden durchschnitten, und von welcher Seite der Fremde nun nach Bremen kommen mag, er wird überall eingestehen, dafs er sich in einem wohlhabenden und