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Bremen im schmalkaldischen Bunde.
Bremen konnte in dem Kriege Kaiser Karls des Fünften mit dem schmalkaldischen Bunde um so weniger unberührt bleiben, da, trotz einer ausführlichen Vertheidigungsschrift gegen die Anklagen des Erzbischofs wegen Vertreibung des Domkapitels und Aufhebung des katholischen Gottesdienstes im Dom, trotz des Beweises, dafs nur von der unruhigen Faclion gewaltsam zu Werke gegangen worden, und diefs nicht dem Kath, der ja auch so gut wie das Domkapitel der Gewalt habe weichen müssen , so wenig als der ganzen Gemeine zuzuschreiben sey, dennoch der Kaiser lieber das Geschehene als von der Gesammtheit ausgegangen ansehen mochte. Von keinem Keichsstande Entschuldigungen zuzulassen lag in seiner damaligen Stellung gegen das deutsche Reich, wo die Religion nur als Vorwand vorgeschoben wurde.
Im Anfang des Jahres 1547 naheten sich aus den Niederlanden die kaiserlichen Feldherren Jobst von Croning und Christoph von Wrisberg durch Westphalen der Stadt Bremen, die sich gehörig vorsah und die Befestigungswerke in Stand setzte.
Achtzehn Fahnlein . und fünf hundert Reiter schlössen die Stadt ein.