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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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hard, der reisende Kaufleute ausplünderte , die Waffen ergreifen. Der Krieg wurde mit Grausam­heit geführt, Besatzungen der Schlösser wurden mehrmals von den Bremern enthauptet; su geschah es auch den oldenburgischen Kriegsleuten, die man auf Seeräuberei ei'wischte. Als die Bremer von einem Zug ins Oldenburgische durch's Moor zurück­kehrten, wurden sie eingeschlossen, und mufsten sich nach kurzer und augenscheinlich unnützer Gegen­wehr ergeben. Der Moorboden und die sieben­hundert Wagen mit Beute, die man auch gern ret­ten wollte, machten Vertheidigung wie Flucht un­möglich. Sämmtliche Wagen, das Geschütz, fünf Fahnen, fielen in die Hände der Oldenburger. Ueber tausend Mann wurden gefangen, getödtet oder Fer­sanken im Morast. Das war die gröfste Niederlage, so die Bremer je erlitten. Der Ort keifst noch bis auf diesen Tag die Bremer Taufe.

Reformation.

Der Anfang des sechszehnten Jahrhunderts liefs nicht erwarten, was zwanzig Jahre später in Bremen geschah. Die Erweiterung und Verschönerung des Doms und der prachtvolle Einzug des päbstlichen Legaten, des Kardinal Bischofs von Gurk, die Ver­kündung des päbstlichen Jubiläums, der Aufwand, den die Stadt ihm zu Ehren mackte: alles dieses liefs nicht vermuthen, dafs achtzehn Jahre später der Augustiner- Bruder Heinrich von Zütphen die durch Luther öffentlich bekannten Religionsgrundsätze vonAntwer-