Druckschrift 
Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

Beruhigung.

Ehe noch- die Yafsmersche Angelegenheit besei­tigt war, vertrugen sich der alte und neue Rath durch Vermittelung des Erzbischofs und benachbarter Fürsten und Städte (1433). Kraft der sogenannten Tafel oder alten Eintracht *) trat der alte Rath wieder in seine Rechte, und zwar so, dafs in Zu­kunft der Rath aus vier und zwanzig Rathsherren und vier Bürgermeistern auf Lebenszeit bestehen, und sich aus der Bürgerschaft durch eigene Wahl ergänzen sollte. Jeder Bürgermeister hat in seinem Quartier sechs Rathsherren zu Gehülfen. Dieses ist bis auf die neueste Veränderung so geblieben.

Stellung nach Aufsen.

Während dieser inneren Geschäfte behauptete Bremen seine Stellung nach Aufsen nicht ohne Nach-

*) Diese Vereinigung besteht aus zwölf Artikeln, und heifst Ta­fel, weil sie damals auf öffentlich ausgestellten Tafeln ge­schrieben war; daher schwört jeder neue Bürger: ,,Ich will halten Tafel und Buch." Unter letzterm versteht man die Statuten. Tafel und neue Eintracht sind im Jahr 1676 gedruckt worden. Der Titel ist:Tafel, dat is, eine löfllike wohlgegrundede Verdrach, tho Wohlstände der Stadt Bre- men } unde tho Unterholdinge borgerlickcr Eindracht, im Jahr Christi 1433 upgerichtet, und gemacket, und Newe Ein­dracht, so tho geliken Ende im Jahr Christi 1534 berahmet und belevet, und darin de vorige Eindracht edder Tafel be- stediget is."

Schiedsrichter waren Johann und Otto Grafen von Hoya und mehrere Domherren. Ferner die Städte Lübeck, Hamburg,