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Da ging auch der hochherzige Gerold zum Tode; ihm folgten zwanzig Friesen, die wurden auf's Rad gelegt. Die Deutschen -wurden begnadigt um ihres Verraths an den Friesen willen. Der grausame obwohl kluge Balieer wurde später von einem Friesen erschossen.
Ein Gastfreund Gerolds in Bremen liefs ihm zum Gedä'chtnifs am Ende des Dom-Umgangs ein steinern Bild mit langen Haaren errichten. Ein Richtschwert steht vor der Gestalt *). Tausende mögen vorbeigehen, und dieses nun übertünchte, nicht von Meisterhand verfertigte, Steinbild übersehen: aber wer diese Zeilen liest, wird vielleicht hingehen, über eine barbarische Zeit seufzen, dem Tod früh anheim gefallene Jugend beklagen, und dem biedern Gastfreund ein Andenken weihen **).
Rüstringer Krieg.
Die fünf Kirchspiele des Budjadinger Landes gehorchten eben so vielen Häuptlingen, welche die Kirchen stark befestigt hatten, und sie als Burgen
*) Roller irret, wenn er S. 325- seiner Geschichte meint, das Bild sev nicht mehr da. Freilich im Dom ist es nicht; Renner aber sagt ausdrücklich, es stehe in der Ecke des Umgangs, wenn man aus der Thiire tritt, die vom Chor in den Umgang führt.
**) Der Rathsherr, Dr. Deneken, hat dem Künstler Tischbein in Eutin das rührende Schicksal Gerolds zum Gegenstand eines Gemaides aufgegeben. Ich habe den Künstler auslegen hören, wie das Bild zu fassen sey, so dafs es das Ereignifs ausspricht. Seine Idee war gut, die Ausführung aber verzögert sich.