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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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Theil in Verbindung mit der stiftischen Ritterschaft und den benachbarten Grafen von Oldenburg, Del­menhorst und Diepholz hatte die Stadt Vortheil. Besonders lebhaft waren seit dem Jahr 1407 diese Fehden fast sechszehn Jahre hindurch, da die See- räubereien der Friesen den immer mehr zunehmen­den Handel der Bremer aufserordentlich hemmten. Die Stadt erlangte es endlich, dafs sie das Schlofs Fredeburg, nicht weit von Atens, an dem Flusse Leehste erbauen konnte, um ihre Schiffahrt zu si­chern. Dem Grafen Christian dem Achten von Ol­denburg war dieses unangenehm. In einem kurzen Kriege wurde er von den Bremern gefangen, und mufste sich mit schwerem Lösegeld und wichtigen Verpfändungen und Verschreibungen loskaufen.

Die Gebrüder Dado und Gerold.

Die Häuptlinge von Stadtland und Esens hatten gewifs ungern zugeben müssen, dafs die Bremer zur Sicherung ihres Handels die Fredeburg baueten. Nur die Noth hatte ihre Einwilligung, so wie das Versprechen, ferner die Schiffahrt der Bremer nicht zu stören, ja sogar zu fördern, erzwungen. Neue Versuche und Bruch des gegebenen Wortes zogen einen Krieg nach sich (14J8); diesem folgte eine kurze Buhe. Aber einige Jahre später vereinigten sich fast alle Friesen, um die Burg zu zerstören. Am Abend S. Cosmä und Damiani naheten sich, ohne die Hauptschaai« abzuwarten, des verstorbenen Lubke Ommekens, Häuptlings von Esens, beide