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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
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den Kopf abhauen. Hoens, des Pelzers, ältester Sohn wurde enthauptet, der zweite gehängt, der dritte, ein Kind, wurde Mönch in Mönchshude, wo der Vater als Laienbruder sein übriges Leben zu­brachte. Die Kaufmannschaft, welche es bei diesen Unruhen mit dem Rath gehalten, drang nun in den­selben, die Stadt, welche wegen eigenmächtiger Handelsunternehmungen nach Flandern *) und gewei- gerter Verantwortung vor dem Hansetag **), dann wegen Hollmanns Seeräubereien, aus der Hansa war gestofsen worden, und dadurch sehr gesunken war, wieder in dieselbe zu bringen, welches auch ge­lang; denn in demselbigen Jahr segelte ein Schiff mit fünfzig Kriegsleuten unter dem Bürgermeister Berend von Dettenhusen mit der hansischen Macht gegen den König von Dänemark. Der Rath hatte seine Leute gleichförmig gehleidet, damit man sie desto besser kennen möchte. Graf Heinrich von Holstein, wegen seiner Tapferkeit der eiserne ge­nannt, der Städte Rittmeister, lobte vorzüglich die Tapferkeil dieser Bremer Mannschaft.

Gefahren der Freiheit.

Die Neigung der hohen Geistlichkeit, ein freies Gemeinwesen, in dessen Mitte sie ihren Sitz hatte, zu beschränken, zeigte sich, wie überall, so auch

*) 1356. **) 136t.

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