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ten, bald gewähren liefsen, ja, wenn es Roth und Vortheil erheischten, gar beförderten. Doch hat der Kampf zwischen Bischof und Stadt, jenem, der seinen Bischofssitz gern als Landstadt zu eigener Sicherheit erhalten, dieser, welche jenen mit seinen Anmafsungen gern aus ihren Ringmauern verdrängen wollte, nie auf lange Zeit ganz aufgehört. Zu einem sehr lebhaften Ausbruche der Unzufriedenheit gab Erzbischof Gerhard Veranlassung.
Die Bremer hatten schon lange Zollfreiheit auf der Weser bis zum gesalzenen Wasser ausgeübt. Erzbisehof Gerhard sprach ihnen dieses Recht ab und forderte den Zoll in seinem festen Schlosse Wittenborg, zwei Meilen unterhalb Bremen (1220). Die Kette, womit er an dieser Stelle den Flufs gesperrt, win de von den Bremern gesprengt, die Burg eingenommen und niedergerissen, mit den Steinen wurde ein Theil der Stadt gepflastert und die Kette im Triumph aufgehangen. Die Folge dieser Streitigheit war, dafs den Bremern ein Becht, das bisher nur in der Ausübung bestanden, nunmehr durch erzbischöfliche, nachmals öfters bestätigte, Urkunden zugesichert wurde.
Stedinger Krieg.
Unter diesem Erzbischof fand sich eine noch wichtigere Gelegenheit, die Bechte wie das Gebiet der Stadt zu erweitern. Als Gerhard gegen die hetzerischen Stedinger, die ohngefähr vier Stun-