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Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen / von Ad. Storck. Mit 16 Kupfern
Entstehung
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zig germanischen Städten lange vorher war be­zeichnet -worden.

In der Niederung zwischen zwei Sandhöhen, wo die Balge, ungewifs ob Ton Natur oder durch Kunst, einen Meinen Strich Land umllofs und zur Insel machte, wo das Bett der Weser durch eine Halbinsel getheilt, leichtere Vei'bindung mit dem andern Ufer gestattete, haben wohl um die Zeit, wo unsre Ge­schichte beginnt, in Sicherheit vor plötzlichen feind­lichen Ueberfällen Fischer, Schiffer und Handelnde gewohnt.

Das Stift.

Als Karl der Grofse die kaum durchs Schwert bezwingbaren Sachsen durch eine die Barbarei mil­dernde Beligion sicherer zu bezwingen und zu be­haupten gedachte, wählte er zum Sitze des nörd­lichsten Bisthums den Ort Bremen, der also um dieser Bestimmung willen schon nicht unbedeutend gewesen seyn mufs , aber auch durch Handlung schon mit Recht in Betracht gezogen wurde. Dem Bisthum übergab er die durch fischreiche Wasser und fette Weiden schätzbaren, aus zehn Gauen be­stehenden , Provinzen Wigmodia und Lorgau, und einen Theil von Fi-iesland zum Sprengel, und den Zehnten aller Erzeugnisse des Landes zur Unterhal­tung und Beschützung der Diener Gottes, doch ohne irgend eine Gerichtsbarkeit oder andere Landesho­heit, weder über die Stadt noch über das Land.

Um die neu gepllanzte Kirche nach canonischer