„U. H.“
Stimmungsbild aus den Ancrekämpfen Von Hauptmann Engelhardt
ie ganzen letzten vier Jahre des Weltkrieges standen unter dem Zeichen des „U“. Unter Wasser, unter der Erde. Hier wie dort verschwand der Mensdi von der Oberfläche der Erdkugel, um in ihrer Tiefe Schutz und Obdach zu suchen. Man wurde hier zum Gefährten vom Tiefwassertier, dort von. Ratten, Mäusen und einer ganzen Legion kleinerer Tierchen, deren Umgang zu erstreben einem nie im Leben eingefallen wäre.
Was „U 9“ oder „U 10“ ist, weiß heute jeder Sextaner.
„U. H.“ dagegen gibt seinem Verstand trotz der schon vielversprechenden Anfänge seiner wissenschaftlichen Schulung erheblich zu denken. Aber Sextaner können unfreundlich werden, wenn man ihre Wißbegier nach Dingen, die außerhalb des Schulpensums liegen, zu lange auf die Folter spannt.
So sollen sie denn erfahren, daß U. H. bedeutet: Unterstand Hohlweg.
Der spielte Anfang 1917 im Regiment „BreVnen“ eine große Rolle, sowohl wegen seiner Tiefe, die wenigstens Schutz gegen leichtere und mittlere Kaliber gewährte, als wegen seiner Geräumigkeit; vielleicht kann als Drittes auch noch hinzugefügt werden: wegen der unbeschreiblich „reinen Luft“, die in ihm herrschte.
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