Das Geh eimnis im Drahtverhau
Eine wahre Episode aus der Geschichte unseres Infanterie-Regiments „Bremen“
Von Leutnant Dräger
s sind zwei ganz verschiedene kurze Geschichten, die ich Euch erzählen will. Sie stehen aber in innigem Zusammenhang. — 1. Der Fourier der 7. Kompanie meldet eines Tages seinem Kompanieführer, daß ihm eine 15 Liter Schnaps enthaltende Korbflasche gestohlen worden ist. Großer Ärger auf allen Seiten. Man hätte das gestohlene Gut so sehr brauchen können. Das Wetter war so regnerisch und ein schneidender Wind machte den Aufenthalt im Graben zur Qual. — Untersuchungen werden eingeleitet, haben keinen Erfolg, schlafen ein.
2. Die Kompanie liegt in einem fürchterlich zerschossenen Abschnitt. Es ist Nacht. Ein leichter Regen fällt. Kaum eine Leuchtkugel steigt. Der Unteroffizier vom Dienst stolpert durch den Graben.
Er kommt zu einem Sappenposten, einem jungen 19jährigen, eben aus der Heimat gekommenen Krieger. Dieser meldet aufgeregt, ja, es gäbe etwas Neues. Es grunze so schaurig im Drahtverhau.
Der Unteroffizier lauscht-richtig. Es grunzt im Draht
verhau. Der Korporal erklärt dem „Neuen“ nochmals den Gebrauch der Handgranate. Dann geht er zurück zum Kompanieführer.
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