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Infanterie-Regiment Bremen im Felde 1914 - 1918
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s t e r n a y

Von Leutnant v. Klass

as stürmt dort über den flachen Hang,

Das Gewehr in der stahlharten Rechten?

Was rauscht durch die Lüfte wieDonnergesang, Wie Sturmwind in herbstlichen Nächten? Feldgraue Streiter wie Wetterschlag Stürmen mit Hurra im glutheißen Tag Beim Dorfe Esternay.

Granaten! Schrapnells! Das weite Feld Ein Staub nur mit schwefligen Schwaden.

Der Tod im gewaltigsten Ringen der Welt Ist des Sterbens wert! Kameraden!

Heut ist der Tod unsre lustige Braut.

Ein Schuft, wer ihm nicht ins Angesicht schaut Am Tag von Esternay.

Zweitausend stürmen durchs flache Feld,

Den Sieg als die Krone zu nehmen.

Wohl hat der Tod an die Hälfte gefällt Der Tapfren vom RegimentBremen.

Wer lebte, hat nicht geweint und geklagt,

Er hat wohl nur im Traume gesagt:

O Tag von Esternay!

Ihr Mütter, ihr Bräute, was klagt ihr so sehr,

Wollt nimmer euch trösten lassen?

Dort unten ruht sanft ein schlafendes Heer,

Dem will das Klagen nicht passen.

Zur Geisterstunde am nächtlichen Ort,

Da jubelt und jauchzt es fort und fort:

Mein Tag von Esternay!

Aus Nr. 13 derHurra* 4 - Kriegazeitung des I. R. 75.

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