Druckschrift 
Infanterie-Regiment Bremen im Felde 1914 - 1918
Entstehung
Seite
V
Einzelbild herunterladen
 

Vorwort

eutschland hat seinen Schicksalskrieg ver­loren. Unsere innere Widerstandskraft ist nach viereinhalb Jahren unerschütterlicher Standhaftigkeit dem übermäßigen Druck schließlich erlegen. Aufrecht und unbesiegt, wenn auch im Innersten erschüttert, sind un­sere Heere nach Deutschland zurückgekehrt. Warum spricht man nicht mehr von den Taten unserer Heere? Sie scheinen schon jetzt vergessen. Schon jetzt vergessen, wie sie als lebendige Mauer das deutsche Land vor den Fluten des feind­lichen Ansturms beschützten, viereinhalb Jahre lang, schon jetzt vergessen, wie sie sich Tag für Tag opferten für die deutsche Sache.

Wollen wir das wirklich vergessen? Dürfen wir das ver­gessen?Nichts mehr vom Kriege! heißt es. Aber kann auch der Feldsoldat Trommelfeuer und Schlachten, Märsche und Posten­nächte vergessen, die ihm die besten Jahre seines Lebens aus­füllten? Können auch Mütter und Frauen die Tage und Nächte vergessen, da die Sorge um ihr Teuerstes und Liebstes den immer gleichen, düsterstolzen Untergrund bildete bei all ihrem Denken und Tun? Nein, wir können es nicht vergessen.

aujcmti

üü

pm-,

v