II
Vorwort
Bremen hat in seiner Vergangenheit bis hin zur Gegenwart enge Beziehungen zu vielen Staaten Afrikas entwickelt. Diese gehen in der Regel auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und haben ihren besonderen quellenmäßigen Niederschlag in den Jahrzehnten bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs gefunden.
Quellen zur Geschichte Afrikas finden sich in vielen, z. T. abgelegenen Beständen des Staatsarchivs Bremen. Ihr Aufspüren ist daher für den fremden Benützer nicht immer einfach. Auf Grund des gestiegenen Interesses der in- und ausländischen Geschichtsforschung, aber auch einer breiteren Öffentlichkeit, an der Geschichte Afrikas, an Brägen von Kolonialismus, Neokolonialismus und Entkolonialisierung schien es geboten, den Zugang zu den relevanten Quellen des Staatsarchivs durch ein sachspezifisches Inventar zu erleichtern.
Die Struktur des Quelleninventars folgt der Beständetektonik des Staatsarchivs. Die Quellen werden in ihrem provenienzmäßigen Zusammenhang, d. h. im Rahmen der Behörde oder des Registraturbildners, bei der bzw. bei dem sie entstanden sind, genannt und beschrieben. Ein alphabetisches Register verknüpft die Inhalte der einzelnen Dokumentationseinheiten. Erfaßt sind alle Quellen bis um das Jahr 1958. Einige Akteneinheiten gehen zeitlich darüber hinaus.
Bei Vorsehungen zur Geschichte Afrikas sollten zusätzlich auch die Bestände folgender bremischer Institutionen herangezogen werden:
Handelskammer Bremen, Am Markt 15, 2800 Bremen 1
Bremer Afrika-Archiv, Übersee-Museum, Bahnhofsplatz 15,
2800 Bremen 1
Heimatmuseum Schloß Schönebeck, Im Dorfe 5-5,
2820 Bremen 70.