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Inventar der Quellen zur Geschichte der Wanderungen, besonders der Auswanderung, in Bremer Archiven / bearb. von Peter Marschalck
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gewesen

Verbleib

land 32)

ist, der

traf zusammen mit einem wachsenden Interesse deutschen Auswanderer, am Deutschtum im Aus-

am

V.

Nach dem Krieg setzte die Auswanderung aus Europa nur zögernd wieder ein, und die amerikanische Quotenregelung verhinderte das Anwachsen der Auswandererzahlen auf das Vorkriegsniveau.

Für viele Europäer wurden nun auch die südamerikanischen Staa­ten zu attraktiven Einwanderungsländern, und die aus der öster­reich-ungarischen Monarchie und aus dem russischen Zarenreich hervorgegangenen Republiken suchten sich von den traditionel­len deutschen und anderen westeuropäischen Beförderungsunter­nehmen unabhängig zu machen und die eigenen Auswanderer - so­weit möglich - über eigene Häfen zu verschiffen. Dennoch konn­te auch Bremen noch einmal einen beträchtlichen Anteil am Aus­wanderungsgeschäft für sich verbuchen, als im Rahmen der letz­ten, nur noch kleinen Auswanderungswelle aus Deutschland in den Jahren 1922 - 1930 immerhin noch mehr als 350 000 Auswan­derer, von denen mehr als ein Viertel aus osteuropäischen Ländern kam, von Bremen aus verschifft wurden 33 ^.

Die Veränderungen in der Struktur der Auswanderung, die sich vor dem Krieg schon abgezeichnet hatten, bestimmten nun das Bild: Stärker als jemals zuvor waren jetzt Einwanderungen nach Deutschland und Transitwanderungen durch Deutschland (und zwar in beiden Richtungen) miteinander verknüpft. Die regional und sektoral differenzierten Arbeitsmärkte in Europa und in Über­see ließen ein über Staats- und Kontinentgrenzen hinausgehen­des System von internationaler Wanderarbeit entstehen, das mit dem romantischen Bild der bäuerlichen Auswandererfamilie im Zwischendeck eines Auswandererseglers nichts mehr gemein hat­te. Schutz und Fürsorge für die Auswanderer mußten nun er­gänzt werden durch sozialpolitische Maßnahmen, durch interna­tionale Abkommen zur Regelung der Wanderarbeitsverhältnisse.

Nach 1930 wurde die Auswanderung aus Deutschland nahezu bedeu­tungslos, und die Rückwanderungen nach Deutschland nahmen er-