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ist, der
traf zusammen mit einem wachsenden Interesse deutschen Auswanderer, am Deutschtum im Aus-
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V.
Nach dem Krieg setzte die Auswanderung aus Europa nur zögernd wieder ein, und die amerikanische Quotenregelung verhinderte das Anwachsen der Auswandererzahlen auf das Vorkriegsniveau.
Für viele Europäer wurden nun auch die südamerikanischen Staaten zu attraktiven Einwanderungsländern, und die aus der österreich-ungarischen Monarchie und aus dem russischen Zarenreich hervorgegangenen Republiken suchten sich von den traditionellen deutschen und anderen westeuropäischen Beförderungsunternehmen unabhängig zu machen und die eigenen Auswanderer - soweit möglich - über eigene Häfen zu verschiffen. Dennoch konnte auch Bremen noch einmal einen beträchtlichen Anteil am Auswanderungsgeschäft für sich verbuchen, als im Rahmen der letzten, nur noch kleinen Auswanderungswelle aus Deutschland in den Jahren 1922 - 1930 immerhin noch mehr als 350 000 Auswanderer, von denen mehr als ein Viertel aus osteuropäischen Ländern kam, von Bremen aus verschifft wurden 33 ^.
Die Veränderungen in der Struktur der Auswanderung, die sich vor dem Krieg schon abgezeichnet hatten, bestimmten nun das Bild: Stärker als jemals zuvor waren jetzt Einwanderungen nach Deutschland und Transitwanderungen durch Deutschland (und zwar in beiden Richtungen) miteinander verknüpft. Die regional und sektoral differenzierten Arbeitsmärkte in Europa und in Übersee ließen ein über Staats- und Kontinentgrenzen hinausgehendes System von internationaler Wanderarbeit entstehen, das mit dem romantischen Bild der bäuerlichen Auswandererfamilie im Zwischendeck eines Auswandererseglers nichts mehr gemein hatte. Schutz und Fürsorge für die Auswanderer mußten nun ergänzt werden durch sozialpolitische Maßnahmen, durch internationale Abkommen zur Regelung der Wanderarbeitsverhältnisse.
Nach 1930 wurde die Auswanderung aus Deutschland nahezu bedeutungslos, und die Rückwanderungen nach Deutschland nahmen er-