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Inventar der Quellen zur Geschichte der Wanderungen, besonders der Auswanderung, in Bremer Archiven / bearb. von Peter Marschalck
Entstehung
Seite
9
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Einleitung

Zur Anlage des Inventars

Obwohl bei der Erarbeitung des Inventars die Fragen der über­seeischen Auswanderung im Vordergrund standen, ist bei der Er­fassung der Quellen von einem weitaus allgemeineren Wanderungs­begriff ausgegangen worden. Neben den überseeischen und konti­nentalen Außenwanderungen (Aus- und Einwanderung, Transitwan­derung, Rückwanderung, Ausländer in Deutschland, Deutsche im Ausland usw.) wurden auch die Binnenwanderungen (Wanderungen innerhalb Deutschlands), neben diesen "freiwilligen" (d. h. auf einen individuell gefaßten Entschluß zurückgehenden) Wanderun­gen auch Zwangswanderungen (Ausweisungen, Abschiebungen, De­portationen, Flucht und Vertreibung) berücksichtigt. Aufgrund dieses weiten definitorischen Konzepts ist das Inventar geeig­net, als Hilfsmittel nicht nur für die traditionellen Zweige der Auswanderungsforschung, wie Beschreibung und Analyse des Auswanderervorgangs, oder die Bearbeitung genealogischer Fra­gestellungen, sondern auch für andere Bereiche der Migrations­forschung und darüber hinaus für die Erarbeitung neuer Erkennt­nisse über die Zusammenhänge unterschiedlicher Wanderungsformen zu dienen.

Bis auf wenige Ausnahmen wurden nur solche Quellenbestände in das Verzeichnis aufgenommen, die bis zum Jahre 1958 entstanden waren. Diese zeitliche Grenze ist aus zwei Gründen gezogen worden: Erstens unterliegen die späteren Akten noch auf lange Zeit der Sperrfrist von 30 Jahren, zweitens und vor allem be­finden sich die nach 1958 entstandenen Akten noch überwiegend in den entsprechenden Verwaltungen, so daß sie ohnehin bis zur Ablieferung an das Staatsarchiv im allgemeinen nicht zugäng­lich sind.

Es war das Ziel, möglichst alle Materialien zur Wanderungsthe­matik in das Inventar aufzunehmen, unabhängig davon, ob sie durch ihre Titel oder entsprechende Vermerke in den Findmit-