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Inventar der Quellen zur Geschichte der Wanderungen, besonders der Auswanderung, in Bremer Archiven / bearb. von Peter Marschalck
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Vorwort

Thematische Inventare werden durch besondere Forschungsinter­essen veranlaßt, denen mit Findbüchern für einzelne Bestände oder mit Beständeübersichten nur unzureichend geholfen ist.

In diesem Falle war es die Nachfrage nach Quellen zur Auswande­rung, insbesondere von Bremen nach Übersee, die zum Projekt einer sachorientierten Aufbereitung des Archivmaterials führte. Doch sollte die Auswanderung nicht isoliert behandelt werden, sondern als Teil der bevölkerungsgeschichtlich relevanten Wan­derungen, so daß das Inventar der wissenschaftlichen Migrations forschung insgesamt dienen kann. Dem starken genealogischen Interesse an der Auswanderung kommt das Inventar durch die Auf­nahme der personenbezogenen Vorgänge und Hinweise auf Auswande­rerlisten entgegen.

Angesichts der Bedeutung Bremens als Auswandererhafen bildet die Überseeauswanderung den Hauptinhalt des Inventars. Diese ist daher in der Einleitung auch darstellend behandelt. Da­durch bestimmte sich auch die Auswahl der Institutionen, deren Bestände neben denen des Staatsarchivs inventarisiert worden sind: das Archiv der Handelskammer, das Focke-Museum, das zur Reederei Hapag-Lloyd gehörige Archiv des Norddeutschen Lloyd und - als einzige Behörde - die Abteilung Auswanderung beim Senator für Häfen, Schiffahrt und Verkehr. Den genannten Insti­tutionen sei für ihr Entgegenkommen bei der Benutzung und In­ventarisierung ihrer Bestände besonders gedankt.

Sicher lassen sich noch in weiteren Bremer Archiven und Samm­lungen - von Kirchen, Vereinigungen, Unternehmen und Privat­personen - Unterlagen zur Wanderungsgeschichte ausfindig machen Hier war Vollständigkeit nicht zu erreichen. Dafür wurden die reichhaltigsten Bestände, die des Staatsarchivs und des Archivs der Handelskammer, möglichst intensiv erschlossen. Die Titel­aufnahme beruht - unter Berücksichtigung bisheriger Verzeich­nungen - unmittelbar auf den Akten und konnte auf diese Weise relevante Inhalte auch dort erschließen, wo sie durch die in­ternen Findmittel bisher nicht erfaßt waren. Insofern nähert