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Bd. 1 (1873) [Urkunden bis 1300]
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Um 1200.

Nr. 89.

Der Abt des Paulsklosters in Bremen Sigebodo überlässt mit Zustimmung des Convents des Klosters seiner Verwandten der Frau Willa von Scharnstedt auf Lebenszeit den Zehnten und vier Hufen in Gudendorf mit der Bedingung, dass sie Nichts davon verpfände oder zu Lehen ausgebe, und nimmt sie sowie ihre Eltern und Geschwister

in die Brüderschaft des Klosters auf.

Ohne Datum (um 1200). l )

Sigebodo dei gratia abbas sancti Pauli in Brema omnibus ad quos hec pagina pervenerit salutem. |j Universitati vestre notnm esse volumus, qualiter assensu et favore prioris et totius conventus nostri cognate || nostre domine Wille de Scarnstede decimain de Godenthorpe 2 ) et quatuor mansos in eadem villa concesse |j rimus, ita tarnen, ut nulli ea in pignore vel in benencio locare presumat, sed hiis tantum, quam diu vixerit, utatur, et deinceps in usus ecclesie nostre recipiantur. In consortium etiam orationum nostrarum non solum ipsam sed patrem et matrem, l'ratres et sorores ejus suscepimus. Hujus actionis testes sunt Ericus de Bederikesa, Frithericus de Haslethorpe, Heinricus de Lit, ;Frithericus de Thornewort et Thidericus frater ejus, et Gelmarus cognatus eorum, Heinricus.")

1 ) Nach dem Original in Trete D.a., an welchem an einem Pergamentstreifen das (etwas beschädigte) alte Siegel des Paulsklosters hangt. Gedruckt im Hamburg. Urkdb. I. S. 301. f. Der abbas saucti Pauli Sigebodo erscheint zum eisten Male in der Urk. den Erzb. Balduin für das Hamburger Domcapitel vom J. 1174 im Hamburg. Urkdb. I. S. 219. Er lebte bis 1214. Vgl. Urk. Nr. 66. Note 12*. Von den Zeugen kommen die beiden ersten in Urkunden seit 1187 vor, und zwar heisst der zweite 1190 Bitter (dominus), später, 1204, 1217 etc. kommt indess wieder derselbe Name ohne diesen Titel vor (vgl. auch Mon. Germ. SS. XVI. p. 376.); der dritte wird, imJ. 1199 erwähnt (Urk Nr. 84.); ein Geldmarus (de Bekeshovede) findet sich bereits um 1184 und noch im J. 1202. (Hamburg. Urkdb. Nr. 265. u. 333.). Die übrigen Zeugen sind nicht weiter nachzuweisen.

2) Vgl. Urk. Nr. 30. Note d. u. 17.

a ) Dieser eigenthümliche Schluss der Urkunde, nach welchem noch ein Raum für etiva l l li Zeilen übrig bleibt, erweckt die Vermuthung, dass noch die Hinzufügung eines anderen Schlusses beabsichtigt war, aber durch irgend einen Zufall unterblieben ist.