100
(Fortsetzung der Anmerkungen von Seite 97) Kleie-, Baumwollsaatmelil-Frachten tonnenkilometriscli folgendermaßen nach dem gemeinsamen Frachttarif der Wesergesell
scharten auf: 1902 Von Bremen
nach Minden.....164 km
Hameln.....232
Karlshafen .... 322 Kassel......395
per Tonne für den km
3.20 Mk. = 1 95 Pfg. 4.30 „ =1.85 „ 5.50 , = 1.70 .
per Tonne für den km
3.80 Mk. = 2.32 Pfg. 4.90 . =2.11 „ 6.40 , = 1.99 »
7.03 „ = 1.52 . 6.50 . = 1.65
Unter Umständen werden von den Gesellschaften auch erheblich billigere Frachten bewilligt.
e) Die Bergfracht für wertvollere Massengüter, wie Getreide und Reis, wird zu 1879 mit 650 Mk., 1882 : 5.50 Mk., 1888 : 4.50 Mk., 1907: 4.30 Mk. bei einer Bahnfracht von 7.10 Mk. per Tonne von 1000 kg, angegeben, der Rückgang beträgt gegen 1879 33 vom Hundert, die tonnenkilometrische Fracht auf dem Wasser 1,8 Pfennig, auf der Eisenbahn 4,5 Pfennig. Max Peters, Schiffahrtsabgaben, Schriften des Vereins für Socialpolitik, Bd. C XV, Heft 2 u. 3, Leipzig 1908, S. 152. F. W. Meyer, Der Rhein-Leine-Kanal und das Projekt des Hunte-Ems-Kanals, Hameln 1907. S. a. n.
f) Für Getreide bei 59000 kg und mehr auf einen Frachtbrief, an einer Stelle zu laden und zu löschen, ermäßigen sich die Frachtsätze um 5%.
g) Die Wesermühlen-Aktiengesellschaft bezw. die Oberweser-Dampfschiffahrts-Gesellschaft F. W. Meyer, Hameln, berechnet auf ihren Personendampfern Expreßgut zwischen Münden und Hameln berg- und talwärts mit 170 Pfennig per 100 kg exkl. Assekuranz. Verkehrsfahrplan für die Oberweser, ältere Ausgabe s d., S. 20, 1906, S. 15, 1909, Inseraten-Anhang S. 58.
h) Es bestanden außerdem Ausnahmetarife.
Ii Einschließlich Flußversicherung, mit Ausschluß etwaiger Zollabfertigungskosten.
s) k) n) o) Bei Verladungen ab Bremerhaven-Geestemünde (Nordenham, Brake, Vegesack), ist der nebenstehende Zuschlag hinzuzurechnen:
s) 30 Pfennig, k) 20 Pfennig, n) 15 Pfennig, o) 10 Pfennig. Petroleum wird von den Oberweser-Gesellschaften nach besonderem Tarif befördert.
1) Einschließlich Flußversicherung, ausschließlich etwaiger Kajegelder und Zollabfertigungskosten, m) Sofern es sich bei den Bergtransporten um regelmäßige Jahres- und Massenfrachten handelt, bestehen teilweise Ausnahmebedingungen für die Verfrachtung auf Grund besonderer Verträge zwischen den Reedern und größeren Verladern. W. Metterhausen, Die Oberweserschiffahrt im letzten Jahrzehnt, Kassel 1902, S. 82. Petroleum von der Unterweser wird nach einem besonderen Tarife befördert.
p) Durchgangssätze sind mit der Kleinbahndirektion Herford zu vereinbaren.
q) Als frühere Stückgutsätze vor dem ersten gedruckten Tarif vom 1. Oktober 1904 wurden mir 1 Mk., Großladungs-, speziell Getreideladungssätze 55 Pfennig von den Bremer Vertretern der Celler Schleppschiffahrts-Gesellschaft, den Herren Hagens, Anthony & Co. in Bremen, angegeben.
r) Einschließlich Flußversicherung.
') Nach (Versuchs-) Tarif der Oberweser-Schlepp-Dampfschiffahrt, Theodor Rocholl & Comp, (und Beteiligte), Bremen, 1. Juli 1878; dem Fracht-Tarif der Bremer Schleppschiffahris-Geseilschaft für Güter-Beförderung auf der Ober- und Unterweser, Bremen, Juni 1887; den gemeinsamen Fracht-Tarifen von Bremen bergwärts der Bremer Schleppschiffahrts-Gesellschaft, Bremen, der Mindener Schleppsciiiffahrts-Gesellschaft, Minden, und der Weseimülilen-Actien-Gesellschaft, Hameln, gültig vom 15. Juli 1900, 1. Januar 1901 und 1. Februar 1907 ab; dem Fracht-Tarif für Eilgüter zwischen Bremen und Kassel der Bremer Schleppschiffahrls- Gesellschaft, Bremen, Hermann Friedeborn, Hannov. Münden, Wilhelm Meyer, Holzminden (statt dessen 1909, H. Bolte, Bodenwerder), Gebrüder Becker, Oedelsheim bei Bodenfelde, gültig vom 1. Juli 1905 an bis auf weiteres [ältere Tarife nicht erhältlich) (bezw. gültig vom 1. Dezember 1909); und dem Fracht-Tarif von Bremen bergwärts der Celler Schleppschiffahrts-Gesellschaft, Celle, gültig vom 1. Oktober 1904 ab. (Vorher sind ke'ne gedruckten Tarife ausgegeben.) Die mir von den Gesellschaften, bezw. deren Bremer Vertretern, der Bremer Schleppschiffahrts-Gesellschaft und den Herren H. W. Meyer, H. Grupe und Hagens, Anthony & Co. in Bremen zur Verfügung gestellten Tarife habe ich der Stadtbibliothek in Bremen (Sammlung Oberweserschiffahrt, Brem. b. 1141) übergeben. Vergleiche auch die in dem Tarif von 18/8 und 1887 beigegebenen Schlepplohntarife, Dampfbootgütertarife (1 Pfennig pro km und 100 kg). Die Schleppdampfer haben auch noch Personenfahrpreistarife. Ferner haben die Frachttarife von 1878 und 1887 noch Vergleichszahlen für die Bahnkonkurrenz nach den Oberweserplätzen und Umschlagszielen. Die gegebenen neuesten Tarife waren bis 31. Dezember nicht weiter verändert.
Anmerkungen zu Tabelle XIII auf Seite 95:
*) W. Metterhausen, Die Oberweserschiffahrt im letzten Jahrzehnt, Festschrift, Kassel 1902, S.82, 83 berechnet die Talfrachten für Massengüter als zu 1,0—1,3 Pfennig durchschnittlich, Talfrachtsätze von 0,60—0,67 Pfennig per Tonnenkilometer werden als gelegentlich vorgekommen, aber nicht die Regel bildend bezeichnet. Besonders billige Ausnahmefrachten werden für Kalisalze und Steine gemacht. Die Talfrachten der Eilgüterdampfer betragen von den wichtigsten Plätzen am oberen Flußlauf nach Bremen für Stückgut 3,0—3,5 Pfennig, für Mengen über 5000 kg 2,0—2,6 Pfennig pro Tonnenkilometer.
a) Gustav Seibt, Die verkehrswirtschaftliche Bedeutung der Binnenwasserstraßen, Schmollers Jahrb. für Gesetzgebung, Verwalt. und Volkswirtschaft, N. F., XXVi. Jahrg., 1902, S. 990, 991 gibt nach Mitteilung der Bremer Schleppsclnffahrts- gesellschaft für Massengüter, als Steine, Zement, Ton, Spat, Salz, Zucker u. a., nach Bremen folgende Frachten 1902:
von Minden (164 km).........1,50 Mk. per Tonne = 0,91 Pfennig für den Tonnenkilometer
„ Hameln (232 km).........2,00 „ „ = 0,86 .
, Karlshafen (322 km).......3,00 . „ = 0,93 .
. Kassel (395 km).........4,00 , „ = 1,01
Manchmal sind Frachten bis zu 0,7 und 0.6 Pfennig herunter zugestanden worden.
b) Die Talfrachten standen Hameln-Bremen per Tonne von 1000 kg 1879 für Getreide, Mehl, Futterartikel auf 4 Mk., für Sterne und Holz 2,80—3,50 Mk., im Mittel 3,15 Mk. Später kam als Frachtgut zum Satze von 4 Mk. Rohzucker hinzu. 1897 stand die Fracht für Zucker auf 3 bis 3,30 Mk., Mehl 3 Mk. und Steine 1,70 Mk., heute betragen die Talfrachten für Massengüter aller Art 1,50 bis 2 Mk., oder 0,7 Pfennig für das Tonnenkilometer. Auf der Eisenbahn kostet Mehl von Hameln nach Bremen 7,10 Mk., Rohzucker zur Ausfuhr 3,50 Mk., oder für das Tonnenkilometer 4,5 und 2,2 Pfennig. Max Peters, Schiffahrtsabgaben. Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Bd. CXV, Heft 2 u. 3, S. 152.
c) üie Wesermühlen-Aktiengesellschaft bezw. die Oberw«serdampfschiffahrtsgesellschaft F. W. Meyer, Hameln, berechnet auf ihren Personendampfern zwischen Münden und Hameln Expreßgut zu 170 Pfennig per 100 kg excl. Assekuranz. Verkehrsfahrplan, ältere Ausgabe, S. 20 1906, S. 15 1909, Inseraten-Anhang S. 58.
d) Excl. Assekuranz. Für größere Sendungen tritt eine entsprechende Ermäßigung unter Vereinbarung ein. Besonderer Frachttarif für Rohzucker in der Talfahit per 1000 kg ab Fabrik nach Bremen. Fracht-Tarif 1887, S. 23.
e ) 0 g) B e * Verladungen nach Bremerhaven—Geestemünde ist der nebenstehende Zuschlag hinzuzurechnen:
e) 20 Pfennig, f) 15 Pfennig, g) 10 Pfennig.
h) Ausschließlich Flußversicherung.
i) Einschließlich Flußversicherung, ausschließlich etwaiger Kajegelder und Zollabfertigungskosten. Fracht nach Bremen für leere Petroleumfässer von Kassel—Beverungen 40 Pfg., von Flüxter—Hameln 35 Pfennig, von Rinteln—Floya 30 Pfennig per Stück, für Mühlsteine von allen Plätzen 120 Pfennig per 100 kg.
1) Nach dem (Versuchs-)Tarif der Oberweser-Schlepp-Dampfschiffahrt Theod. Rocholl & Comp., Bremen, 1. Juli 1878, der aber lediglich angibt, daß bei Stückgut 15%, bei allen übrigen Gütern 10% Ermäßigung gegen die Bergfracht eintritt, wonach obige Zahlen abgerundet gegeben sind; Tarif der Bremer Schleppschiffahns-Gesellschaft, Bremen, Juni 1886, der gesonderten Tarif aufstellt; Tarif für Eilgüter zwischen Bremen und Kassel, gültig vom 1. Juli 1905 bezw. gültig vom 1. Dezember 1909 ab. Die neueren Talfrachtm beruhen auf freier Vereinbarung; es existieren keine gedruckten Tarife darüber. Die Frachten schwanken nach dem Wasserstand, nach Angebot und Nachfrage, wenn auch nicht so erheblich, wie auf anderen Strömen (W. Metterhausen, Die Oberweser im letzten Jahrzehnt, Festschrift, Kassel 1902. S. 82). Die modernen Talfrachten gebe ich nach Mitteilungen der Bremer Schleppschiffahrtsgesellschaft und der Herren Hagens, Anthony & Co. in Bremen mit allem Vorbehalt, da nur summarische Angaben von den Gesellschaften zu erhalten sind.