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Bremer Handelsgeschichte im 19. Jahrhundert Bremer Handelsstatistik vor dem Beginn der öffentlichen administrativen Statistik in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts / Friedrich Rauers. Hrsg. von Bremischen statistischen Amt
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Berg- und Talfrachten auf der Oberweser, Werra, Aller und Leine in den Jahren 1841 bezw. 1838 Tab. VI uncl '847 per 100 kg in Mark

Berg- und Talfrachten

Zwischen Bremen und

*) 1841

Minden

((12) 22 Meil., 164 km]

b) 1 ) 1841

Münden

[(30) 49 Weil., 367 km

-) 1838 3 ) 1847 l ) 1841

Wanlrled Hannover

(58 Meil., 435 km): (26 Meil., 193 km)

1841

zwischen Münden und Wanfried

(9 Meil., 68 km)

Bergfracht.....................

Sommerfracht...................

Spätherbstfracht a)................

e) Talfracht.....................

Stückgüter.......................

Brantwein und Sprit..............

g ( Voluminöse Waren, als: |

» J Eisengut.................... \

-J I Getreide....................J

& IBlei..........................

a) 0.95 a) 1.27

0.63-0.95 0.66-1.66

2.75

a)d) 5.53 e) 4.10

1.27

0.95-1.27 0.771.16

f) 0.831.33 0.71-0.83

-.95

Anmerkungen:

a) Incl. Weserzoll.

b) Die Spedition in Munden kostet per 10J kg (dz) 74 Pfennig 1 ). In dem Artikel (J. v. Hormayr) Fragmente über den deutschen, insbesondere den bayrischen Welthandel und die Freiheit der Ströme, München 184J41, II, S. 19, 25 sind die Umschlags- und Speditionskosten in Münden ebenfalls auf 74 Pfennig angegeben.

c) Überaus schwankend, weil dem freien Akkord überlassen.

d) Würde, wenn die Weserzölle wegfielen, sich auf Mk. 2.212.77 stellen.

e) Incl. Spesen in Münden.

f| Mitunter, wenn Konjunktur da, bis Mk. 1.66.

') Arnold Duckwitz in seinem Vortrage im Senat vom 1. Mai 1841: Ertragsfähigkeit einer Eisenbahn zwischen Bremen und Hannover. Hinteriassene Papiere des Bürgermeisters Duckwitz im Besitz von Ferdinand Duckwitz in Bremen.

: ) Aufsatz von Arnold Duckwitz, März 1838, für Bürgermeister Smidt aufgeschrieben: Was kann Bremen für den deut­schen Zollverein sein? Hinteriassene Papiere von Bürgermeister Duckwitz im Besitz von Ferd. Duckwitz in Bremen.

3 ) Aus einem Schreiben der Handelskammer in Augsburg vom 19. Febr. 1847. Papiere des verstorbenen Bürger­meisters Duckwitz im Besitz von Ferd. Duckwitz in Bremen.

Tab. VII

Frachten der Reiheschiffahrt von Karlshafen nach Bremen [(26) 43 Meilen, 323 km]

zu Tal 1853, in Mark 1 ).

Ware

Frachtsatz a)

niedrig

hoch

Waren zum vollen Weserzoll......................... per 100 kg

. halben ........................... 100 ,

, viertel ........................... 100 ,

, achtel , .......................... 100 ,

, , vierundzwanzigstel Weserzoll............... 100 .

Hessisches Bleichtuch................................. 100

Getreide (in Lasten) als: Hülsenfrüchte................. 100 ,

Gerste........................ 100 ,

Hafer........................ 100 ,

Rapssaat..................... , 100

Roggen....................... 100

Weizen...................... , 100

Ton- oder Pfeifenerde................ per Fuder von 126 Klumpen

1.43 1.11 0.87 0.79 0.71 1.66 1.11 1.11 1.08 1.11 1.09 1.02 8.85

1.74 1.43 1.19 1.11 1.03 1.66 1.25 1.26 1.25 1.29 1.29 1.19 10.51

Anmerkungen:

a) Für die Güter, die vom 1. bis 15. November abgesandt werden, werden bei den allgemeinen Positionen 9 Pfennig per 100 kg mehr bezahlt, bei Bleichtuch 7 Pfennig, bei Getreide ca. 0,7 Pfennig per 100 kg, bei Ton- und Pfeifenerde 14 Pfennig per Fuder.

Kaufleute und Spediteure, Absender oder Empfänger, die der Reihefahrt nicht beigetreten sind, zahlen 1.00 Mark per 100 kg mehr, beigetretene werden in Kontraventionsfällen nicht eher wieder zugelassen, als bis sie 1.C0 Mark für jeden entzogenen Doppelzentner nachbezahlt haben (1).

') J. P. Dippel, Güter-Transport-Tarife der sämtlichen deutschen und anschließenden Eisenbahnen, sowie der Flußschifffahrten, Cassel, Jahrg. I, April 1853, S. 138 (in der Kommerzbibliothek in Hamburg).