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Bremer Handelsgeschichte im 19. Jahrhundert Bremer Handelsstatistik vor dem Beginn der öffentlichen administrativen Statistik in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts / Friedrich Rauers. Hrsg. von Bremischen statistischen Amt
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Einleitung.

Die folgende Darstellung beruht auf dem Aktenmaterial des Bremer Staatsarchivs und des Archivs der Bremer Handelskammer bezw. Collegii Seniorum, soweit es zugänglich ist, ferner der interessanten Handaktensammlung des Bürgermeisters Arnold Duckwitz, des Rcichshandelsministers von 1848, im Besitz seines ältesten Sohnes, des Herrn Ferdinand Duckwitz in Bremen. Dazu glaube ich, die gesamte in Frage kommende Literatur, speziell auch die sehr umfangreiche Handelspolitik-, Zoll- und Eisenbahn-, Kanal-, Flußschiffahrts- etc. Broschüren- und aktuelle Literatur in die Hände bekommen zu haben. Sie findet sich aufgeführt in meiner Darstellung des bremischen Binnenverkehrs in der Zeit des großen Frachtfuhrwerks in den deutschen geographischen Blättern, XXX. Bd. Heft 2 u. 3, XXXI. Bd. Heft 1, 3, 4, XXXIII Bd. 1 u. 2, demnächst auch in der Buchausgabe, Verlag von Franz Leuwer in Bremen, unter dem Titel: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert, namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang, wo überhaupt Specialia der Verkehrsentwicklung ausgeführt werden. Zeitungen sind nach Bedarf herangezogen worden und ebenfalls dort angegeben. Für die allgemeinere Literatur und für das Material, mit denen einige Exkurse und allgemeine Darstellungen zu begründen sind, muß ich auf die Geschichte des deutschen Frachtfuhrwesens verweisen, an der ich seit Jahren arbeite,*) sowie auf die Literaturzusammenstellungen in meiner Geschichte der alten Handels­straßen in Deutschland, herausgegeben vom Hansischen Geschichtsverein, bei Justus Perthes in Gotha 1907 (ohne Literaturzusammenstellung und kürzer vordem in Petermanns Geogr. Mitt. 1906, Heft 3 erschienen). Ferner verweise ich auf die allgemeinen Kapitel der Darstellung des bremischen Binnenhandels.

Der Wert der Statistiken beruht darauf, daß sie nicht Zusammenstellungen aus der öffentlichen amtlichen Statistik sind, sondern erstmalig das Aktenmaterial der bremischen Archive, die privaten Statistiken der Gelegenheits- und Buchliteratur vor der Zeit von 1847/49, mit der die erste bremische öffentliche administrative Statistik beginnt 1 ) (zugleich mit der Eröffnung der ersten Eisenbahn), ver­wertet und dadurch erlaubt, die Statistik teilweise um fünfzig Jahre zurückzuschrauben, in eine Zeit, die noch rein unter alten Bedingungen arbeitet. Ich habe für die Statistiken die Signatur der Akten genau angegeben, um sie jederzeit leicht auffindbar zu machen, trotz des Hemmnisses, das darin für eine etwaige Umordnung liegt. Ebenso sind die Verweisungen eingerichtet.

Den bremischen Behörden, Herrn Syndikus des Senats und Archivar Dr. W. v. Bippen, den Herren Syndici der Handelskammer Rösing und Dr. Apelt, der K. Oberpostdirektion in Bremen, Herrn Ferdinand Duckwitz, den bremischen und auswärtigen Dampf- und Schleppschiffahrtsgesellschaften, Speditionsfirmen, bezw. deren Bremer Vertretern, Herrn Direktor Müller, Herrn J. H. Meyer, Herrn H. Grupe, Herren Hagens, Anthony & Co., Herrn F. W. Neukirch, den Firmen Rickmers Reismühlen, Eduard Ichon, Expedienten des Norddeutschen Lloyd, habe ich für die Zugänglichmachung ihres Materials und viele freundliche Hinweise und Auskunft herzlich zu danken, nicht zuletzt dem Bremischen Statistischen Amt, das zusammen mit der Handelskammer die Veröffentlichung der umfangreichen Statistiken ermöglicht hat.

Die Statistiken sind zumeist von Beamten des Bremischen Statistischen Amts in moderne Werte umgerechnet worden. Die Verantwortung für die Umrechnungsquoten habe ich zu tragen. Herrn Dr. Funk, dem wissenschaftlichen Assistenten des Bremischen Statistischen Amts, habe ich zu danken für die Überwachung der Drucklegung und Einpassung von Tabellenformaten.

Bremen, im Juni 1913.

Dr. Friedrich Rauers.

*) Wird bei Carl Winler in Heidelberg ersebeinen.