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Bremen in hygienischer Beziehung / hrsg. von Tjaden. Unter Mitw. der Herren: H. Becker, Böhmert, Delbrück
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A. Seeverkehr.

Bearbeiter: Johannes Rösing, Syndikus der Handelskammer.

In den Unterweserhäfen liefen nach der bremischen Statistik, die allen Verkehr für bremische Rechnung verzeichnet, im Jahre 1906 4413 Seeschiffe mit 3 507 456 Registertons ein. Nach der Nationalität befanden sich darunter: 2343 bremische Schiffe mit 2 040196 Registertons, 983 andere deutsche und 1087 fremde Schiffe, unter letzteren insbesondere 540 großbritannische, 165 holländische, 138 schwedische, 98 norwegische, 62 dänische, 43 russische, 11 österreichische, je 8 französische, spanische und griechische und 6 nord­amerikanische. Aus europäischen Häfen sowie von der Nordseefischerei kamen 3779 Schiffe mit 1458 862 Registertons und aus transatlantischen Häfen (Nord­amerika, Westindien, Mittel- und Südamerika, Asien, Afrika, Australien und den Südseeinseln) 634 Schiffe mit 2 048 594 Registertons. Im transatlantischen Verkehr hat von jeher, entsprechend dem hervorragenden Anteil, den Bremen stets am deutschen Außenhandel mit den Vereinigten Staaten und zugleich der Auswanderung dorthin gehabt hat, der Verkehr mit nordamerikanischen Häfen die erste Stelle eingenommen. Es kamen 1906 aus Nordamerika 333 Schiffe mit 1285 700 Registertons, es folgten: Ankünfte aus Mittel- und Südamerika mit 118 Schiffen (296 796 Registertons), aus Asien 105 (287 325), aus Australien und Südsee 27 (109 315), aus "Westindien 26 (41878) und aus Afrika 25 (27 574).

Eine weitere Zunahme des bremischen Seeverkehrs hat sich inzwischen darin gezeigt, daß in den ersten fünf Monaten von 1907 die Gesamtzahl der ankommenden Schiffe bereits 1798 betragen hat mit rund 1650000 Register­tons gegen 1596 mit rund 1 355 000 Registertons im gleichen Zeitraum des Jahres 1906.

Der Gesamtwarenhandel Bremens betrug im Jahre 1906 rund 9 385 000 t im Werte von fast 3 Milliarden Mark; daran waren beteiligt:

die Einfuhr mit 5 758 000 t im "Werte von rund 1496 000 000 Mark und die Ausfuhr mit 4170000 t 1460000000

Für hygienische Maßnahmen kommt nur die Einfuhr in Betracht, und zwar die außerdeutsche, die im Jahre 1906 insgesamt 2 710000 t im Wert von 995 200000 M. betrug.

Die Entwickelung des bremischen Einfuhrhandels mit den Hauptwaren ergibt sich in anschaulicher Weise aus den folgenden Tafeln, auf welchen in Millionen Mark die Einfuhrwerte im vergangenen Jahre und im Jahre 1889,