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Bremen in hygienischer Beziehung / hrsg. von Tjaden. Unter Mitw. der Herren: H. Becker, Böhmert, Delbrück
Entstehung
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B. Über die lokale Wasserversorgung Bremens.

Bearbeiter: Julius Zink, Leiter der chemischen Abteilung des hygienischen Instituts.

Die Anzahl der in Bremen vorhandenen öffentlichen Brunnen beträgt gegenwärtig 165. Dieselben verteilen sich auf die einzelnen Stadtteile wie folgt:

Die Zahl der Privatbrunnen ist nicht festgestellt, dürfte aber die der öffentlichen Brunnen noch erheblich übersteigen. Nach einer im Jahre 1902 aufgestellten Statistik sind in den Milchwirtschaften innerhalb des Stadtgebietes allein 82 Privatbrunnen vorhanden; außerdem haben zahlreiche technische Be­triebe, Brauereien, Fabriken usw. ihre eigenen Brunnen. Viele sind auch in den mehr ländlichen Charakter tragenden Vorstädten (Walle, Gröpelingen, Woltmershausen und Hastedt) zu erwarten.

Bei den öffentlichen Stadtbrunnen kommen gegenwärtig zwei Systeme in Anwendung, sogen. Kessel- oder Schachtbrunnen und Köhrenbrunnen. Von den Schachtbrunnen sind die älteren aus Hausteinen oder Ziegelmauerwerk hergestellt, die neueren aus Zementröhren. Der Durchmesser des Schachtes schwankt zwischen 0,81,4 m, die Tiefe zwischen 2,5 und 5,8 m, von der Erdoberfläche gerechnet. Nur in der Altstadt, dem höchst gelegenen Stadt­teile, finden sich einige Brunnen bis 8,5 m Tiefe vor. Alle Schacht­brunnen sind unterirdisch mit einer Steinplatte verdeckt. Die Höhe der Erd­schicht über der Abdeckung beträgt 0,52 m.

Von den Röhrenbrunnen sind sogen. Abessinier- und Doppelrohrbrunnen in Gebrauch. Die letzteren werden neuerdings fast ausschließlich angewandt, da sie eine längere Haltbarkeit besitzen, bzw. nicht so leicht versanden. Aus Fig. 2, S. 98 ist die Konstruktion eines Doppelrohrbrunnens ersichtlich,

Bei sämtlichen Brunnen ist die Pumpe nicht direkt über dem Brunnenschachte, sondern mehr oder weniger weit seitlich von demselben entfernt aufgestellt. Die Straßen, in welchen öffentliche Brunnen liegen, sind durchweg gepflastert und kanalisiert. Eine etwaige Verunreinigung des Untergrundes durch Kanal­sickerwasser ist, soweit wenigstens die neueren Kanäle in Frage kommen, nicht zu befürchten. Bei den älteren Kanälen ist allerdings eine derartige Möglich-

Altstadt.........

Bahnhofsvorstadt......

Nördliche (Bürgerpark-) Vorstadt

Ostliche Vorstadt.....

Westliche Vorstadt.....

Neustadt........

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