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Medaillen
von dem bremischen Medailleur J OII ANN BLUM.
Ueber lilum ist wenig zu ermitteln gewesen. Sein in Oel geraaltes Portrait (mit dem Monogramm des Malers Heimbach) kam mit der Schellhass'schen Münzsammlung in den Besitz des bremiseben Staats und berindet sich jetzt auf der Stadtbibliothek in Bremen. Es ist bezeichnet I • B 'l(ncisor) aetatis 38, Anno 1G37, wonac'i Blum im Jahre 1599 geboren sein würde (Catalog d. Ausstellung von bist. undKunst-Denkm. Bremens Ko 120). Vermuthlich warBlum ein Schüler des berühmten Medailleurs Sebastian Dadler, von dessen Arbeiten er einige copirt hat. Auf den Blum'scben Medaillen finden sich die Jahreszahlen 1638—1650. Ueber seine Begabung urtheilt Bolzenthal, Skizzen zur Kunstgeschichte der modernen Medaillen-Arbeit S. 199, dass es Blum bei entschiedenem Mangel an Geschmacksbildung, nicht an technischer Fertigkeit gefehlt habe.
1. Medaille auf den Tod des Königs Gustav Adolph (1631).
Av. Wivus Sustavus £4dolphus etc. Brustbild.
Rv. Sechs Zeilen Schrift; darunter Todtenkopf. Im Abschnitte
J- • ßlum • 3c 39 Mm.
Cassel, M.-C. II. S. 255. E. Brennerus, Thesaurus nummorum Suej-Gothicorum, Tab. 1 p. 157.
2. Medaille auf die Eroberung Breisacli's durch Herzog Bernhard
von Weimar, 1638. Av. HEROIS HUIUS NOMINA etc.
Brustbild mit der Umschrift Magni <£l)ucis Sa-nhardi etc. in einer Einfassung.